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EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
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Batterien und Speicher
EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Ab 2027 entfällt die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp. Eine Studie des Instituts aquu berechnet 69 Prozent Ertragsverlust bei Nulleinspeisung — bezogen auf eine 10-kWp-Anlage ohne Eigenverbrauchsoptimierung. Wer Lastverschiebung, prognosebasierte Speichersteuerung und ein HEMS einsetzt, erreicht Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent. Für Gewerbeimmobilien bietet die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG eine weitere Option. Ab Juni 2026 ist Energy Sharing nach § 42c EnWG für den Austausch über Gebäudegrenzen hinweg gesetzlich zulässig. Neue Anlagen ab 7 kWp müssen seit Juni 2026 mit Smart Meter und Steuerbox ausgestattet sein. Die Wirtschaftlichkeit von PV liegt 2027 nicht mehr in der Einspeisung, sondern im optimierten Eigenverbrauch.
17. Juni 2026
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Photovoltaik und Solar

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EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Batterien und Speicher
EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Ab 2027 entfällt die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp. Eine Studie des Instituts aquu berechnet 69 Prozent Ertragsverlust bei Nulleinspeisung — bezogen auf eine 10-kWp-Anlage ohne Eigenverbrauchsoptimierung. Wer Lastverschiebung, prognosebasierte Speichersteuerung und ein HEMS einsetzt, erreicht Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent. Für Gewerbeimmobilien bietet die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG eine weitere Option. Ab Juni 2026 ist Energy Sharing nach § 42c EnWG für den Austausch über Gebäudegrenzen hinweg gesetzlich zulässig. Neue Anlagen ab 7 kWp müssen seit Juni 2026 mit Smart Meter und Steuerbox ausgestattet sein. Die Wirtschaftlichkeit von PV liegt 2027 nicht mehr in der Einspeisung, sondern im optimierten Eigenverbrauch.
17. Juni 2026
PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Energie und Energiewende
PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Falsche Lastprofilanalysen, unterschätzte Netzanschlusskosten, fehlende Speicher- und Ladeinfrastruktur-Integration und Regulatoriklücken sind die vier häufigsten Planungsfehler bei gewerblichen PV-Anlagen. Sie kosten messbar Rendite, gefährden Förderansprüche und belasten das ESG-Reporting. KI-gestützte Planungstools wie PVpilot beschleunigen die Wirtschaftlichkeitsberechnung erheblich — aber nur in Verbindung mit solider Fachkompetenz. Ein DEKRA-Zertifikat belegt diese Kompetenz gegenüber Banken, Kommunen und Auftraggebern nachweisbar. Der nächste DEKRA-Zertifikatskurs Projektmanager Photovoltaik findet am 8., 10. und 15. September 2026 als Online-LIVE-Kurs statt. Pakete ab 995 Euro netto.
16. Juni 2026
Wind- und Solarenergie: So investieren Bürger gemeinsam
Energie und Energiewende
Wind- und Solarenergie: So investieren Bürger gemeinsam
Rund 220.000 Menschen investieren über knapp 1.000 Energiegenossenschaften in Deutschland in Wind- und Solaranlagen. Gemeinsam sind 3,6 Milliarden Euro platziert, die Jahreserzeugung liegt bei 8 Terawattstunden. 80 Prozent der Genossenschaften setzen auf Photovoltaik, 25 Prozent auf Windkraft. Typische Solarrenditen liegen zwischen 2,5 und 4,1 Prozent jährlich. Das neue Energy-Sharing-Modell nach Paragraph 42c EnWG läuft seit 1. Juni 2026. Politisches Hauptrisiko: Die geplante EEG-Förderkürzung um mehr als 20 Prozent durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche trifft neue Projekte stärker als bestehende Anlagen. Smart Meter fehlen aktuell bei 97 Prozent der Haushalte und bremsen Energy Sharing in der Praxis.
16. Juni 2026

Elektromobilität

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Ladeinfrastruktur

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VDE‑Norm 2026: Neue Regeln für Wallbox & Laden zu Hause
Elektromobilität
VDE‑Norm 2026: Neue Regeln für Wallbox & Laden zu Hause
Ab 2026 gelten strengere VDE‑Vorgaben und EU‑Normen für Ladeinfrastruktur, Messung und Kommunikation. Wallboxen benötigen einen eigenen Stromkreis mit Gleichzeitigkeitsfaktor 1, separatem Fehlerstromschutz und geeignetem Überstrom‑ sowie Überspannungsschutz. §14a EnWG macht steuerbare Wallboxen zum Standard und ermöglicht reduzierte Netzentgelte bei netzdienlicher Steuerung. Ab 2026 müssen öffentlich zugängliche Ladepunkte ISO‑15118‑fähig sein, ab 2027 kommen erweiterte Funktionen wie bidirektionales Laden hinzu. Ab 2026 ist das Laden von Dienstwagen zuhause nur noch mit verbrauchsgenauer Abrechnung zulässig. DIN SPEC 91504 definiert Anforderungen an barrierefreie Ladeinfrastruktur. Intelligentes Lastmanagement reduziert Anschlussleistung, Netzentgelte und Leistungspreise. Die Kombination aus PV‑Anlage, Speicher und steuerbarer Wallbox senkt Ladekosten und erhöht den Eigenverbrauch.
19. Februar 2026
Elektroauto Energiekosten: Immer günstiger als Verbrenner
Ladeinfrastruktur
Elektroauto Energiekosten: Immer günstiger als Verbrenner
Elektrofahrzeuge verbrauchen zwischen 15 und 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Bei einem Heimstromtarif von 30 Cent pro Kilowattstunde entstehen Energiekosten von 4,50 bis 6 Euro pro 100 Kilometer. Vergleichbare Benziner mit sieben Litern Verbrauch kosten bei 1,70 Euro pro Liter etwa 11,90 Euro für dieselbe Strecke. Spezielle Autostromtarife liegen nachts unter 25 Cent pro Kilowattstunde. Photovoltaikanlagen produzieren Strom zu Eigenverbrauchskosten von 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, was Energiekosten von 1,20 bis 2,40 Euro pro 100 Kilometer ermöglicht. Öffentliche AC-Ladepunkte kosten zwischen 35 und 45 Cent pro Kilowattstunde. Autobahnschnelllader liegen bei 50 bis 80 Cent pro Kilowattstunde. Ein Pendler mit 15.000 Jahreskilometern spart gegenüber einem Benziner jährlich 900 Euro bei gemischtem Laden oder über 1.270 Euro mit PV-Anlage. Elektrofahrzeuge sind für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Besteuerung von Elektro-Dienstwagen liegt bei 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises bis 70.000 Euro.
9. Februar 2026
Durchleitungsmodell E-Auto: Stromvertrag mitnehmen
Elektromobilität
Durchleitungsmodell E-Auto: Stromvertrag mitnehmen
Das Durchleitungsmodell revolutioniert das Laden von Elektrofahrzeugen für Unternehmen. Statt überteuerte Tarife an öffentlichen Ladesäulen zu zahlen, können Flottenbetreiber künftig ihren eigenen Stromvertrag mitnehmen. Dieses "Bring-your-own-power"-Konzept trennt erstmals Infrastrukturbetrieb und Stromlieferung. Während Ladesäulenbetreiber ein transparentes Infrastrukturentgelt erhalten, zahlen Unternehmen nur noch ihre gewohnten Stromkosten plus kalkulierbare Zusatzgebühren. Besonders attraktiv wird das System für Betriebe mit eigenen PV-Anlagen, die ihren Solarstrom europaweit nutzen können. Seit Ende 2024 läuft das Durchleitungsmodell bereits im Regelbetrieb, der Bund macht es bei LKW-Schnellladestationen zur Pflicht. Für Unternehmen mit größeren Elektrofahrzeugflotten eröffnen sich erhebliche Einsparpotenziale und administrative Vereinfachungen. Die Herausforderung liegt in der noch unbekannten Höhe der Infrastrukturentgelte und der begrenzten Verfügbarkeit.
13. August 2025

Fuhrpark und Flotte

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Energie und Energiewende

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PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Energie und Energiewende
PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Falsche Lastprofilanalysen, unterschätzte Netzanschlusskosten, fehlende Speicher- und Ladeinfrastruktur-Integration und Regulatoriklücken sind die vier häufigsten Planungsfehler bei gewerblichen PV-Anlagen. Sie kosten messbar Rendite, gefährden Förderansprüche und belasten das ESG-Reporting. KI-gestützte Planungstools wie PVpilot beschleunigen die Wirtschaftlichkeitsberechnung erheblich — aber nur in Verbindung mit solider Fachkompetenz. Ein DEKRA-Zertifikat belegt diese Kompetenz gegenüber Banken, Kommunen und Auftraggebern nachweisbar. Der nächste DEKRA-Zertifikatskurs Projektmanager Photovoltaik findet am 8., 10. und 15. September 2026 als Online-LIVE-Kurs statt. Pakete ab 995 Euro netto.
16. Juni 2026
COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Energie und Energiewende
COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Die COP31-Präsidentschaft aus Türkei und Australien hat bei den UN-Klimazwischenverhandlungen in Bonn am 9. Juni 2026 das "35 bis 35"-Ziel vorgestellt: Der globale Stromanteil am Endenergieverbrauch soll bis 2035 von 20 auf 35 Prozent steigen. Das Ziel basiert auf einer IRENA-Analyse und umfasst Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizung und industrielle Prozesse. IRENA beziffert den jährlichen Investitionsbedarf für Stromnetze auf 1,2 Billionen US-Dollar — mehr als doppelt der aktuellen Investitionen. Dezentrale Betriebsphotovoltaik umgeht Netzengpässe vollständig und liefert Eigenstrom für 6 bis 12 ct/kWh statt 27,15 ct/kWh Gewerbestrompreis. Für Fuhrparkmanager bedeutet das Ziel: Elektrifizierung ist auf höchster politischer Ebene verankert — wer jetzt plant, handelt mit dem globalen Investitionsstrom.
16. Juni 2026
Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Elektromobilität
Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Eine globale Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen in 18 Ländern zeigt: 90 Prozent wollen bis 2035 fossile Energien vollständig durch Erneuerbare ersetzen. 79 Prozent der Firmenchefs nennen den Iran-Energiepreisschock als Beschleuniger für die Elektrifizierung. In Deutschland benennen 83 Prozent der befragten Unternehmen die hohen Strompreise als Haupthindernis — gleichzeitig befürchten 70 Prozent, dass Deutschland bei der Energiewende ins Hintertreffen gerät. Der Gewerbestrompreis liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 ct/kWh. Eigenstrom aus einer gewerblichen PV-Anlage kostet je nach Konfiguration 6 bis 12 ct/kWh. Für Betriebe mit Elektroflotte ist die Kombination aus PV-Anlage und gesteuertem Laden der einzige Weg, die TCO-Rechnung unabhängig von politischen Entscheidungen zu verbessern.
16. Juni 2026

Förderung

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Strompreise und CO2

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Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Energie und Energiewende
Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Die EU-Kommission plant, Strom gegenüber Erdgas steuerlich zu bevorzugen. Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom nicht höher zu besteuern als fossile Energieträger. In Deutschland werden Haushaltskunden mit 2,05 Cent pro kWh Stromsteuer belastet, Erdgas nur mit 0,55 Cent. Für produzierende Betriebe gilt seit dem 1. Januar 2026 der EU-Mindeststeuersatz von 0,05 Cent. Der neue Entwurf zur Strombinnenmarkt-Verordnung soll Ende Juli 2026 vorgestellt werden und enthält zusätzlich Vorgaben zur Harmonisierung der Netzentgelte sowie verbindliche Smart-Meter-Quoten: 50 Prozent bis Ende 2030, 65 Prozent bis Ende 2033. Netzentgelte machen laut ACER derzeit 24 bis 29 Prozent der Stromrechnung aus und könnten bis 2050 um bis zu 60 Prozent steigen. Der Bundesregierung-Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro für Übertragungsnetzentgelte ist seit dem 1. Januar 2026 wirksam.
11. Juni 2026
Negative Strompreise: So schützt intelligentes Energiemanagement
Strompreise und CO2
Negative Strompreise: So schützt intelligentes Energiemanagement
Am 1. Mai 2026 fiel der Spotpreis an der EPEX Spot auf bis zu minus 499,99 Euro pro Megawattstunde. Unternehmen, die in diesem Zeitraum Solarstrom ins Netz einspeisten, zahlten dafür. Negative Strompreise entstehen, wenn erneuerbare Erzeugung die Nachfrage übersteigt, besonders an Feiertagen mit hoher Sonneneinstrahlung und geringer industrieller Last. PV-Anlagen ohne intelligente Steuerung werden in solchen Phasen zum Kostenfaktor. Systeme wie Greencore AI von Greenflash erkennen Negativpreisfenster frühzeitig, drosseln die Einspeisung automatisch, decken nur den Eigenbedarf und laden Batteriespeicher mit günstigem Netzstrom. Für Fuhrparkbetreiber mit Ladeinfrastruktur lassen sich Ladevorgänge gezielt auf Niedrigpreisphasen verschieben. Marktadaptive Betriebsführung wird damit zum Kostenhebel und ESG-Instrument zugleich.
6. Juni 2026
CO₂-Preis 2028: ETS-2-Verzögerung & Folgen für Unternehmen
Strompreise und CO2
CO₂-Preis 2028: ETS-2-Verzögerung & Folgen für Unternehmen
Seit Januar 2026 liegt der deutsche CO₂-Preis im Auktionskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne – erstmals marktbasiert, ermittelt an der EEX Leipzig, mit Festpreisverkauf zu 68 Euro. Für 2027 hat die Koalition den Korridor verlängern wollen – doch die nötige BEHG-Gesetzesänderung ist bis heute nicht beschlossen. Ohne sie koppelt das Gesetz den CO₂-Preis automatisch an den ETS-1-Marktpreis, der aktuell bei 75 bis 80 Euro pro Tonne liegt. Eine Dieselflotte mit 50 Fahrzeugen trägt heute rund 13.900 Euro jährliche CO₂-Kosten – im ETS-1-Szenario 2027 steigen diese auf rund 18.100 Euro. Ab 2028 ersetzt ETS 2 das nationale System, mit erwartetem Einstiegspreis von ~60 Euro. Langfristig rechnet das Potsdam-Institut für 2030 mit 107 bis 141 Euro pro Tonne. Elektroflotten mit eigenem Solarstrom zahlen keinen CO₂-Preis – unabhängig davon, wie sich die Politik entscheidet.
4. März 2026
Empfehlung
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Batterien und Speicher

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Klimaschutz und Emissionen

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Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Elektromobilität
Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Eine globale Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen in 18 Ländern zeigt: 90 Prozent wollen bis 2035 fossile Energien vollständig durch Erneuerbare ersetzen. 79 Prozent der Firmenchefs nennen den Iran-Energiepreisschock als Beschleuniger für die Elektrifizierung. In Deutschland benennen 83 Prozent der befragten Unternehmen die hohen Strompreise als Haupthindernis — gleichzeitig befürchten 70 Prozent, dass Deutschland bei der Energiewende ins Hintertreffen gerät. Der Gewerbestrompreis liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 ct/kWh. Eigenstrom aus einer gewerblichen PV-Anlage kostet je nach Konfiguration 6 bis 12 ct/kWh. Für Betriebe mit Elektroflotte ist die Kombination aus PV-Anlage und gesteuertem Laden der einzige Weg, die TCO-Rechnung unabhängig von politischen Entscheidungen zu verbessern.
16. Juni 2026
Carbon Capture: Was das Brevik-Desaster für CCS bedeutet
Klimaschutz und Emissionen
Carbon Capture: Was das Brevik-Desaster für CCS bedeutet
Das CCS-Vorzeigeprojekt von Heidelberg Materials im norwegischen Brevik ist die weltweit erste großindustrielle CO2-Abscheideanlage an einem Zementwerk. Geplant waren 400.000 Tonnen CO2-Abscheidung jährlich bei 50 Tonnen pro Stunde. Im ersten Betriebsjahr lag die Leistung bei nur 35 bis 38 Tonnen pro Stunde. Im September und Dezember 2025 gab es Stillstände, zwischen Februar und April 2026 fiel die Anlage zwei Monate vollständig aus. Ursache: mögliche Konstruktionsmängel und undichte Abgasleitungen. Die Zementindustrie verursacht rund sieben bis acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, davon ist ein großer Teil prozessbedingt und durch erneuerbare Energien allein nicht vermeidbar. Deutschland hat CCS im Januar 2026 gesetzlich freigegeben. Heidelberg Materials plant das Folgeprojekt GeZero in Geseke mit 700.000 Tonnen Jahreskapazität.
16. Juni 2026
Klimawandel gefährdet deutsche Industrie mehr als Energiekosten
Klimaschutz und Emissionen
Klimawandel gefährdet deutsche Industrie mehr als Energiekosten
Während sich die politische Debatte um Deutschlands Wirtschaftsstandort auf Energiekosten und Bürokratie konzentriert, übersieht sie die eigentliche Bedrohung: Klimawandel ist die zentrale ökonomische Bedrohung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie. Extremwetter und steigende Temperaturen verursachen bereits heute Milliardenschäden in der deutschen Wirtschaft. Die Rhein-Niedrigwasser-Krise kostete BASF 250 Millionen Euro, während Hitzewellen die Arbeitsproduktivität um bis zu zehn Prozent reduzieren. Klimaschäden Industrie und unterbrochene Lieferketten gefährden das Herzstück der deutschen Produktion systematischer als jede Regulierung. Die Flutkatastrophe 2021 verursachte über 33 Milliarden Euro Schäden – nur ein Drittel war versichert. Klimaresilienz Unternehmen wird zur existenziellen Notwendigkeit, denn jeder Euro für Klimaschutz verhindert bis zu sieben Euro Folgeschäden. Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht vor einer fundamentalen Weichenstellung: Entweder gelingt die Anpassung an klimatische Realitäten oder die Wettbewerbsfähigkeit schwindet unwiderruflich.
25. Juli 2025

Kraftstoffe und Alternativen

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Mobilität und Verkehr

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COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Energie und Energiewende
COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Die COP31-Präsidentschaft aus Türkei und Australien hat bei den UN-Klimazwischenverhandlungen in Bonn am 9. Juni 2026 das "35 bis 35"-Ziel vorgestellt: Der globale Stromanteil am Endenergieverbrauch soll bis 2035 von 20 auf 35 Prozent steigen. Das Ziel basiert auf einer IRENA-Analyse und umfasst Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizung und industrielle Prozesse. IRENA beziffert den jährlichen Investitionsbedarf für Stromnetze auf 1,2 Billionen US-Dollar — mehr als doppelt der aktuellen Investitionen. Dezentrale Betriebsphotovoltaik umgeht Netzengpässe vollständig und liefert Eigenstrom für 6 bis 12 ct/kWh statt 27,15 ct/kWh Gewerbestrompreis. Für Fuhrparkmanager bedeutet das Ziel: Elektrifizierung ist auf höchster politischer Ebene verankert — wer jetzt plant, handelt mit dem globalen Investitionsstrom.
16. Juni 2026
Euro-5-Diesel Fahrverbot München: Was Flotten jetzt tun müssen
Mobilität und Verkehr
Euro-5-Diesel Fahrverbot München: Was Flotten jetzt tun müssen
München verschärft sein Diesel-Fahrverbot: Seit Februar 2023 gilt für Euro-4-Diesel ein Verbot im gesamten Mittleren Ring und der Innenstadt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof urteilte im März 2024, dass die Stadt das Verbot auf Euro-5-Fahrzeuge ausweiten muss. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte dieses Urteil im Oktober 2024 endgültig. Die neunte Fortschreibung des Luftreinhalteplans gilt seit Oktober 2025 und sieht Tempo-30-Maßnahmen auf der Landshuter Allee vor — dem bundesweit schlechtesten NO2-Messpunkt. DUH und VCD fordern weiter die Ausweitung auf Euro 5. Fuhrparkbetreiber mit Euro-5-Fahrzeugen müssen jetzt Flottenstrategien anpassen: Ausnahmegenehmigungen prüfen, Elektrofahrzeuge einplanen und Abgasnormen im Fahrzeugbestand dokumentieren. Verstöße kosten 100 Euro Bußgeld. Euro-6-Diesel und Elektrofahrzeuge sind uneingeschränkt zugelassen.
9. Juni 2026
Elektroauto-Mythen 2026: Fakten statt Ausreden
Elektromobilität
Elektroauto-Mythen 2026: Fakten statt Ausreden
Fast jedes fünfte neu zugelassene Auto in Deutschland ist bereits elektrisch — 545.142 BEV laut KBA, Marktanteil 19,1 Prozent, plus 43,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem kursieren Einwände gegen die Elektromobilität in Unternehmen und Fuhrparks. Dieser Beitrag widerlegt sie quellenbasiert. Der CO2-Emissionsfaktor des Strommix sank seit 2014 von 640 auf 344 Gramm pro kWh (Umweltbundesamt 2025). Das Fraunhofer ISI belegt 40 bis 50 Prozent weniger CO2 über den Lebenszyklus gegenüber dem Verbrenner. Der CO2-Rucksack der Batterie ist nach 17.000 km ausgeglichen (ICCT 2025). Elektrofahrzeuge sparen 30 bis 50 Prozent Wartungskosten, sind bis 2035 kfz-steuerfrei, profitieren von der 0,25-Prozent-Dienstwagenregel und bringen 100 Euro THG-Einnahme pro Fahrzeug und Jahr. Das öffentliche Ladenetz umfasst 193.985 Punkte (Stand Januar 2026). Das Abwarten-Argument kostet monatlich Geld.
9. Juni 2026