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Energie und Energiewende

Energiewende, erneuerbare Energien, Strommarkt und Energiepolitik in Deutschland. Hintergründe, Analysen und Praxiswissen zur Transformation des Energiesystems.

Redispatch 2026: Wenn PV-Betreiber plötzlich zahlen müssen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Redispatch 2026: Wenn PV-Betreiber plötzlich zahlen müssen

Seit dem 23. Dezember 2025 müssen Betreiber großer Photovoltaik-Anlagen ihre Redispatch-Entschädigung direkt beim Netzbetreiber einfordern. Grundlage ist der BDEW-Mischpreis, der in einzelnen Monaten negativ wird. Node Energy dokumentiert einen Fall, in dem der Wert von plus 1,3 Cent auf minus 6,9 Cent pro Kilowattstunde fiel. Aus einer üblichen Gutschrift wurde eine Rechnung des Netzbetreibers. Entscheidend ist jetzt der bestehende Direktvermarktungsvertrag: Sichert er dem Betreiber den Monatsmarktwert zu, muss der Direktvermarkter die Differenz ausgleichen. Andere Verträge schließen diesen Ausgleich aus. Betreiber sollten Verträge prüfen und Abrechnungen viertelstundengenau kontrollieren, um Cashflow-Lücken zu vermeiden.

AgNes-Entwurf: Netzentgeltbefreiung Batteriespeicher bis wann sicher?
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

AgNes-Entwurf: Netzentgeltbefreiung Batteriespeicher bis wann sicher?

Der 4. August 2029 bleibt die gesetzliche Inbetriebnahmefrist für die Netzentgeltbefreiung von Batteriespeichern nach Paragraf 118 Absatz 6 EnWG. Der AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur fügt für den Bestandsschutz eine zweite, frühere Hürde hinzu: die endgültige Investitionsentscheidung vor der geplanten Bekanntgabe der finalen Festlegung am 1. Januar 2027. Als Investitionsentscheidung gelten verbindliche Bestellungen für mindestens 50 Prozent des Investitionsvolumens, nachzuweisen bis 31. März 2027 beim Netzbetreiber. Ohne rechtzeitige Erfüllung droht ab 2029 ein Kapazitätsentgelt von voraussichtlich 4 bis 7 Euro je Kilowatt und Jahr. Für ein 100-Megawatt-Projekt entspricht das rund 400.000 bis 700.000 Euro jährlich. Die Konsultation zum Entwurf läuft bis 18. September 2026, die endgültige Festlegung ist noch 2026 geplant.

Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie: Fristen im Überblick
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie: Fristen im Überblick

Bei einer Dachsanierung greift die Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie in den meisten Bundesländern bereits heute, in Nordrhein-Westfalen seit Januar 2026. Ab 2027 kommt eine bundesweite Mindestpflicht durch das Gebäudemodernisierungsgesetz hinzu, die sich bis 2031 stufenweise auf Bestandsgebäude ab 500 Quadratmetern Nutzfläche ausweitet. Ausnahmen gelten bei Dachflächen unter 50 Quadratmetern sowie bei technischer oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit, jeweils mit Nachweispflicht. Der Investitionsabzugsbetrag erlaubt es, bis zu 50 Prozent der Investitionskosten vorab steuerlich abzusetzen, zusätzlich greift eine Sonderabschreibung im Anschaffungsjahr. Wer die Pflichtanlage frühzeitig in die Sanierungsplanung integriert, vermeidet Verzögerungen und nutzt die steuerlichen Vorteile vollständig aus.

Gewerbedach: Wann bifaziale Solarmodule sich wirklich lohnen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Gewerbedach: Wann bifaziale Solarmodule sich wirklich lohnen

Bifaziale Solarmodule liefern auf hellen Gewerbedächern mit Kies oder weißer Foliendachbahn einen Mehrertrag von 15 bis 25 Prozent gegenüber monofazialen Modulen. Auf dunklen Untergründen oder bei geringer Montagehöhe fällt der Effekt mit 4 bis 6 Prozent deutlich geringer aus. Der Modul-Aufpreis liegt 2026 bei 6 bis 12 Prozent, bei modernen TOPCon-Modulen teils nur bei 3 bis 5 Prozent. Auf hellen Flachdächern amortisiert sich dieser Aufpreis durch den Mehrertrag oft innerhalb weniger Jahre. Zusätzlich sprechen die robustere Glas-Glas-Bauweise, die geringere Degradation von rund 0,4 Prozent pro Jahr und Produktgarantien von bis zu 30 Jahren für bifaziale Module. Für Unternehmen mit Produktions- oder Logistikhallen ist die Albedo des Dachuntergrunds die entscheidende Kennzahl vor jeder Modulentscheidung.

Hohe Strompreise: So sichern Unternehmen ihre Eigenversorgung
Energie und Energiewende, Fuhrpark und Flotte, Strompreise und CO2

Hohe Strompreise: So sichern Unternehmen ihre Eigenversorgung

Deutsche Unternehmen zahlen mit 22,64 Cent pro Kilowattstunde die drittteuersten Strompreise in der EU. Eigenversorgung über Photovoltaik kann diesen Nachteil ausgleichen, wirkt aber erst richtig, wenn Lastmanagement und Fuhrpark-Ladeinfrastruktur als ein System geplant werden. Praxisbeispiele zeigen Eigenverbrauchsquoten von 50 bis 90 Prozent und Einsparungen von bis zu 50.000 Euro jährlich durch die Kombination aus Solarstrom und Elektrofuhrpark. Größte Hürde bleibt die Bürokratie bei Förderanträgen und Genehmigungen, nicht die Technik. Der befristete Industriestrompreis-Deckel von 5 Cent gilt nur für einen Teil energieintensiver Betriebe. Für die meisten Unternehmen zählt die individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung aus Lastprofil, Dachfläche und Fuhrparkgröße mehr als jede pauschale Förderzahl.

EU-Förderspielraum Energiesicherheit: Chance für Unternehmen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

EU-Förderspielraum Energiesicherheit: Chance für Unternehmen

Die EU-Kommission erlaubt Mitgliedstaaten von 2026 bis 2028, Haushaltsflexibilität aus der Verteidigungsausnahme auch für Energiesicherheit zu nutzen. Förderfähig sind Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Gebäudesanierung, begrenzt auf 0,3 Prozent des BIP pro Jahr und 0,6 Prozent kumulativ. Voraussetzung ist ein Beschluss nach dem 28. Februar 2026, die Kommission prüft jede Maßnahme einzeln. Für Unternehmen entsteht dadurch kein sofort abrufbares Förderprogramm, sondern politischer Spielraum für künftige nationale Maßnahmen. Wer heute in PV-Anlagen oder Ladeinfrastruktur investiert, sollte die Wirtschaftlichkeit unabhängig von möglicher künftiger Förderung berechnen und Investitionsentscheidungen sauber dokumentieren, um eine spätere Förderung gegebenenfalls nachträglich nutzen zu können.

Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher: Gemeinschaftsspeicher im Fokus
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher: Gemeinschaftsspeicher im Fokus

Der Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher steht bei Photovoltaik-Direktinvestments mit Gemeinschaftsspeicher auf dem Prüfstand. Entscheidend ist, ob der Speicher ein eigenständiges bewegliches Wirtschaftsgut bildet. Nach den Grundsätzen der Finanzverwaltung gilt ein wechselstromseitig eingebundener Speicher als eigenständig, ein gleichstromseitig eingebundener als Teil der PV-Anlage. Bei Gemeinschaftsspeichern drohen zwei Risiken: Verliert nur der Speicheranteil die IAB-Fähigkeit, oder gefährdet eine unterstellte Gesellschaft bürgerlichen Rechts das gesamte Investment einschließlich der Photovoltaik-Anlage. Der IAB-Höchstbetrag von 200.000 Euro verteilt sich im ungünstigsten Fall auf alle Mitinhaber. Eine technische und vertragliche Prüfung vor der Zeichnung schafft Klarheit über das tatsächliche Risiko und die Kaufpreisaufteilung zwischen Anlage und Speicher.

Hitzestress bei PV und Speicher: Was Betreiber wissen müssen
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Hitzestress bei PV und Speicher: Was Betreiber wissen müssen

Bei 65 Grad Zelltemperatur verlieren Solarmodule rund 16 Prozent Leistung gegenüber Standardbedingungen. Batteriespeicher altern bei hoher Temperatur und hohem Ladezustand deutlich schneller. Für gewerbliche Betreiber bedeutet das, Anlagendesign, Regelungsfähigkeit und Versicherungskonzept schon in der Planungsphase auf Hitzeszenarien auszurichten. Wichtige Hebel sind die Standortwahl technischer Komponenten, thermische Transparenz bei Speichern, bewusstes Ladezustandsmanagement und eine dokumentierte Wartung als Grundlage für den Versicherungsschutz. Betreiber haften bei Hitzeschäden häufig auch ohne nachweisbares Verschulden, eine Betreiberhaftpflichtversicherung ist deshalb für gewerbliche Anlagen praktisch Pflicht. Wer diese Punkte frühzeitig zusammen denkt, vermeidet Ertragsverluste und unnötige Haftungsrisiken.

Solarpark-Speicher nachrüsten: Wirtschaftlichkeit im Check
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende

Solarpark-Speicher nachrüsten: Wirtschaftlichkeit im Check

Batteriespeicher Nachrüstung Solarpark: Für bestehende Solarparks aus dem EEG-Jahrgang 2021 kann die nachträgliche Integration eines Speichers wirtschaftlicher sein als ein Neubau. 2025 erreichten negative Strompreise mit 573 Stunden einen Rekord, im ersten Halbjahr 2026 fiel der Preis auf bis zu minus 499,99 Euro je Megawattstunde. Ein aktuelles Whitepaper von 8Energies, enspired und Goldbeck Solar weist in Modellszenarien Steigerungen des internen Zinsfußes von bis zu 24 Prozent für Bestandsanlagen aus – als projektspezifische Rechnung, nicht als allgemeingültige Prognose. Betreiber sollten vor einer Entscheidung Netzanschluss, Fördersituation, Vermarktungsmodell und steuerliche Aspekte wie den Investitionsabzugsbetrag einzeln prüfen.

Strompreis Unternehmen 2026: Mehr als nur Entlastung
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar, Strompreise und CO2

Strompreis Unternehmen 2026: Mehr als nur Entlastung

Der Strompreis für Unternehmen liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 Cent pro Kilowattstunde. Der Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro senkt Netzentgelte um bis zu 26,4 Prozent, die dauerhafte Stromsteuersenkung entlastet nur produzierende Betriebe. Beide Maßnahmen sind begrenzt oder branchenabhängig. PV-Eigenverbrauch senkt den wirksamen Strompreis auf 6 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, unabhängig von Netzentgelten und Marktpreisen. Batteriespeicher erhöhen die Eigenverbrauchsquote und senken Leistungspreise durch geglättete Lastspitzen. Gesteuertes Laden von Elektroflotten nutzt günstige Erzeugungs- und Netzphasen gezielt aus und reduziert die benötigte Anschlussleistung. Wer den Strompreis-Anteil dauerhaft senken will, kombiniert PV, Speicher und Flottenladen zu einer Strategie, die unabhängig von politischen Entscheidungen funktioniert.

Dynamische Stromtarife Gewerbe: 71 Prozent Schwelle
Energie und Energiewende, Strompreise und CO2

Dynamische Stromtarife Gewerbe: 71 Prozent Schwelle

Dynamische Stromtarife im Gewerbe lohnen sich nur bei hohem Wirkungsgrad. Die Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin zeigt: Erst ab rund 71 Prozent Systemwirkungsgrad rechnet sich das Laden eines Speichers mit Netzstrom, hier bei einer Preisspanne von 25 auf 35 ct/kWh. Seit Januar 2025 müssen alle Lieferanten dynamische Tarife anbieten. Gewerbespeicher liegen bei 100 bis 1.000 kWh und werden nach Leistung ausgelegt, nicht nach Kapazität. Bei registrierender Leistungsmessung ab 100.000 kWh Jahresverbrauch senkt Peak Shaving den Leistungspreis. Arbitrage wird ab einer Spanne über 10 ct/kWh interessant. Der Beitrag zeigt, worauf Entscheider bei Wirkungsgrad, Lastgang und Energiemanagement achten.

Solarstrom-Nutzen: Was Unternehmen daraus lernen können
Energie und Energiewende, Klimaschutz und Emissionen, Photovoltaik und Solar

Solarstrom-Nutzen: Was Unternehmen daraus lernen können

Eine BSW-Solar-Studie zeigt: Deutscher Solarstrom hat zwischen 2020 und 2025 fossile Importe von 20 Milliarden Euro ersetzt und Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden. Für Unternehmen zählt aber ein anderer Hebel. Selbst verbrauchter Solarstrom spart 30 bis 36 Cent pro Kilowattstunde, die Einspeisevergütung liegt bei nur 6,73 Cent, Faktor fünf. Der Artikel ordnet die aktuellen Strommix-Zahlen aus dem ersten Quartal 2026 ein und zeigt, warum Eigenverbrauchsoptimierung vor Einspeisung immer Vorrang haben sollte, kombiniert mit IAB, Sonderabschreibung und Batteriespeicher.

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