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Photovoltaik und Solar

Photovoltaikanlagen, Solarstrom und Energiespeicher für Privat und Gewerbe. Praxiswissen zu Planung, Wirtschaftlichkeit und Installation von PV-Anlagen aus unabhängiger Expertenperspektive.

Flexibler Stromverbrauch für Unternehmen: Praxisbeispiele
Batterien und Speicher, Klimaschutz und Emissionen, Photovoltaik und Solar

Flexibler Stromverbrauch für Unternehmen: Praxisbeispiele

Flexibler Stromverbrauch für Unternehmen wird ab 2026 zum handfesten Kostenfaktor. Die Smart-Meter-Pflicht gilt seit 2025 ab 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch oder ab 7 Kilowatt Photovoltaikleistung, für Großverbraucher über 100.000 Kilowattstunden ab 2028. Bis Ende 2025 waren rund 23,3 Prozent der Pflichtfälle ausgestattet, bis 2030 sollen es 95 Prozent sein. Parallel wächst das bundesweit verschiebbare Stromvolumen von 18,3 Terawattstunden 2026 auf 34 Terawattstunden bis 2031. Unternehmen heben davon den größten Teil, über Fuhrparkladen, steuerbare Produktionsprozesse und die Kombination aus Photovoltaik und Speicher. Ein Betrieb mit 50 Elektrofahrzeugen senkt seine Anschlussleistung durch Lastmanagement von 550 auf 150 bis 200 Kilowatt. Ab 2026 lösen flexibilitätsbasierte Netzentgelte das bisherige Bandlastprivileg ab. Wer heute in steuerbare Infrastruktur investiert, sichert sich einen Vorsprung vor den Fristen 2028 und 2030.

Redispatch 2026: Wenn PV-Betreiber plötzlich zahlen müssen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Redispatch 2026: Wenn PV-Betreiber plötzlich zahlen müssen

Seit dem 23. Dezember 2025 müssen Betreiber großer Photovoltaik-Anlagen ihre Redispatch-Entschädigung direkt beim Netzbetreiber einfordern. Grundlage ist der BDEW-Mischpreis, der in einzelnen Monaten negativ wird. Node Energy dokumentiert einen Fall, in dem der Wert von plus 1,3 Cent auf minus 6,9 Cent pro Kilowattstunde fiel. Aus einer üblichen Gutschrift wurde eine Rechnung des Netzbetreibers. Entscheidend ist jetzt der bestehende Direktvermarktungsvertrag: Sichert er dem Betreiber den Monatsmarktwert zu, muss der Direktvermarkter die Differenz ausgleichen. Andere Verträge schließen diesen Ausgleich aus. Betreiber sollten Verträge prüfen und Abrechnungen viertelstundengenau kontrollieren, um Cashflow-Lücken zu vermeiden.

AgNes-Entwurf: Netzentgeltbefreiung Batteriespeicher bis wann sicher?
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

AgNes-Entwurf: Netzentgeltbefreiung Batteriespeicher bis wann sicher?

Der 4. August 2029 bleibt die gesetzliche Inbetriebnahmefrist für die Netzentgeltbefreiung von Batteriespeichern nach Paragraf 118 Absatz 6 EnWG. Der AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur fügt für den Bestandsschutz eine zweite, frühere Hürde hinzu: die endgültige Investitionsentscheidung vor der geplanten Bekanntgabe der finalen Festlegung am 1. Januar 2027. Als Investitionsentscheidung gelten verbindliche Bestellungen für mindestens 50 Prozent des Investitionsvolumens, nachzuweisen bis 31. März 2027 beim Netzbetreiber. Ohne rechtzeitige Erfüllung droht ab 2029 ein Kapazitätsentgelt von voraussichtlich 4 bis 7 Euro je Kilowatt und Jahr. Für ein 100-Megawatt-Projekt entspricht das rund 400.000 bis 700.000 Euro jährlich. Die Konsultation zum Entwurf läuft bis 18. September 2026, die endgültige Festlegung ist noch 2026 geplant.

Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie: Fristen im Überblick
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie: Fristen im Überblick

Bei einer Dachsanierung greift die Solarpflicht Dachsanierung Gewerbeimmobilie in den meisten Bundesländern bereits heute, in Nordrhein-Westfalen seit Januar 2026. Ab 2027 kommt eine bundesweite Mindestpflicht durch das Gebäudemodernisierungsgesetz hinzu, die sich bis 2031 stufenweise auf Bestandsgebäude ab 500 Quadratmetern Nutzfläche ausweitet. Ausnahmen gelten bei Dachflächen unter 50 Quadratmetern sowie bei technischer oder wirtschaftlicher Unzumutbarkeit, jeweils mit Nachweispflicht. Der Investitionsabzugsbetrag erlaubt es, bis zu 50 Prozent der Investitionskosten vorab steuerlich abzusetzen, zusätzlich greift eine Sonderabschreibung im Anschaffungsjahr. Wer die Pflichtanlage frühzeitig in die Sanierungsplanung integriert, vermeidet Verzögerungen und nutzt die steuerlichen Vorteile vollständig aus.

Gewerbedach: Wann bifaziale Solarmodule sich wirklich lohnen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Gewerbedach: Wann bifaziale Solarmodule sich wirklich lohnen

Bifaziale Solarmodule liefern auf hellen Gewerbedächern mit Kies oder weißer Foliendachbahn einen Mehrertrag von 15 bis 25 Prozent gegenüber monofazialen Modulen. Auf dunklen Untergründen oder bei geringer Montagehöhe fällt der Effekt mit 4 bis 6 Prozent deutlich geringer aus. Der Modul-Aufpreis liegt 2026 bei 6 bis 12 Prozent, bei modernen TOPCon-Modulen teils nur bei 3 bis 5 Prozent. Auf hellen Flachdächern amortisiert sich dieser Aufpreis durch den Mehrertrag oft innerhalb weniger Jahre. Zusätzlich sprechen die robustere Glas-Glas-Bauweise, die geringere Degradation von rund 0,4 Prozent pro Jahr und Produktgarantien von bis zu 30 Jahren für bifaziale Module. Für Unternehmen mit Produktions- oder Logistikhallen ist die Albedo des Dachuntergrunds die entscheidende Kennzahl vor jeder Modulentscheidung.

Solarpflicht Balkonkraftwerk: GModG ab 2027 erklärt
Photovoltaik und Solar

Solarpflicht Balkonkraftwerk: GModG ab 2027 erklärt

Ein Balkonkraftwerk erfüllt die Solarpflicht nicht. Weder die Solargesetze der Bundesländer noch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erkennen ein Steckersolargerät als Ersatz für eine reguläre Photovoltaikanlage an. Ab 1. Januar 2027 gilt erstmals eine bundesweite Solarpflicht: Neue Nichtwohngebäude über 250 Quadratmeter Nutzfläche müssen dann mit Photovoltaik oder Solarthermie ausgestattet sein, ab 2028 folgen Bestandsgebäude ab 500 Quadratmetern bei größeren Sanierungen. Landesregelungen wie in Baden-Württemberg, NRW oder Hamburg bleiben zusätzlich gültig und können strenger sein. Für Unternehmen, die neu bauen oder das Dach sanieren, zählt deshalb eine geplante, dimensionierte PV-Anlage – kein Steckersolargerät auf dem Betriebsgelände.

EU-Förderspielraum Energiesicherheit: Chance für Unternehmen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

EU-Förderspielraum Energiesicherheit: Chance für Unternehmen

Die EU-Kommission erlaubt Mitgliedstaaten von 2026 bis 2028, Haushaltsflexibilität aus der Verteidigungsausnahme auch für Energiesicherheit zu nutzen. Förderfähig sind Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und Gebäudesanierung, begrenzt auf 0,3 Prozent des BIP pro Jahr und 0,6 Prozent kumulativ. Voraussetzung ist ein Beschluss nach dem 28. Februar 2026, die Kommission prüft jede Maßnahme einzeln. Für Unternehmen entsteht dadurch kein sofort abrufbares Förderprogramm, sondern politischer Spielraum für künftige nationale Maßnahmen. Wer heute in PV-Anlagen oder Ladeinfrastruktur investiert, sollte die Wirtschaftlichkeit unabhängig von möglicher künftiger Förderung berechnen und Investitionsentscheidungen sauber dokumentieren, um eine spätere Förderung gegebenenfalls nachträglich nutzen zu können.

Bifaziale Solarmodule Gewerbe: Lohnt sich der Mehrertrag?
Photovoltaik und Solar

Bifaziale Solarmodule Gewerbe: Lohnt sich der Mehrertrag?

Bifaziale Solarmodule Gewerbe: Der Mehrertrag liegt je nach Untergrund bei 5 bis 25 Prozent, der Aufpreis meist bei 10 bis 20 Prozent. Auf hellen Gewerbedächern, Freiflächen und Solarcarports für Firmenparkplätze amortisiert sich die Mehrinvestition häufig innerhalb von zwei bis vier Jahren. Auf klassischen Schrägdächern mit dunkler Eindeckung lohnt sich der Aufpreis dagegen selten, weil der Abstand zwischen Modul und Dach für einen relevanten Rückseitenertrag nicht ausreicht. Entscheidend sind Albedowert des Untergrunds, Montagehöhe und Aufstellwinkel. Für Solarcarports mit angeschlossener Ladeinfrastruktur verstärkt der bifaziale Mehrertrag zusätzlich den Eigenverbrauch der Elektroflotte. Wer eine PV-Investition plant, sollte Dachfläche, Lastprofil und Fördermöglichkeiten vor der Modulwahl unabhängig prüfen lassen.

Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher: Gemeinschaftsspeicher im Fokus
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher: Gemeinschaftsspeicher im Fokus

Der Investitionsabzugsbetrag Batteriespeicher steht bei Photovoltaik-Direktinvestments mit Gemeinschaftsspeicher auf dem Prüfstand. Entscheidend ist, ob der Speicher ein eigenständiges bewegliches Wirtschaftsgut bildet. Nach den Grundsätzen der Finanzverwaltung gilt ein wechselstromseitig eingebundener Speicher als eigenständig, ein gleichstromseitig eingebundener als Teil der PV-Anlage. Bei Gemeinschaftsspeichern drohen zwei Risiken: Verliert nur der Speicheranteil die IAB-Fähigkeit, oder gefährdet eine unterstellte Gesellschaft bürgerlichen Rechts das gesamte Investment einschließlich der Photovoltaik-Anlage. Der IAB-Höchstbetrag von 200.000 Euro verteilt sich im ungünstigsten Fall auf alle Mitinhaber. Eine technische und vertragliche Prüfung vor der Zeichnung schafft Klarheit über das tatsächliche Risiko und die Kaufpreisaufteilung zwischen Anlage und Speicher.

Bidirektionales Laden Marktreife: Fünf offene Punkte
Ladeinfrastruktur, Mobilität und Verkehr, Photovoltaik und Solar

Bidirektionales Laden Marktreife: Fünf offene Punkte

Bidirektionales Laden Marktreife ist trotz neuer Normen noch nicht erreicht. Nicht ein Übersetzungsfehler in der AFIR-Verordnung bremst AC-V2G, sondern fünf unabhängige Voraussetzungen. Erst Anfang 2027 wird das technische Normenset mit ISO 15118-20 Amendment 1, IEC 61851-1 und ISO 5474-2/Amendment 1 vollständig sein. Vollständige Normen bedeuten noch keine flächendeckende praktische Umsetzung bei den Netzbetreibern und keine automatische Interoperabilität zwischen Herstellern. Für Fuhrparkverantwortliche liegt der kurzfristig robustere wirtschaftliche Hebel in Lastspitzenreduktion und Eigenverbrauchsoptimierung über Energiemanagement, nicht im V2G-Erlös. Wer heute Ladeinfrastruktur beschafft, sollte sie V2G-fähig planen und vom Hersteller eine schriftliche Bestätigung zur Amendment-1-Unterstützung verlangen.

Hitzestress bei PV und Speicher: Was Betreiber wissen müssen
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Hitzestress bei PV und Speicher: Was Betreiber wissen müssen

Bei 65 Grad Zelltemperatur verlieren Solarmodule rund 16 Prozent Leistung gegenüber Standardbedingungen. Batteriespeicher altern bei hoher Temperatur und hohem Ladezustand deutlich schneller. Für gewerbliche Betreiber bedeutet das, Anlagendesign, Regelungsfähigkeit und Versicherungskonzept schon in der Planungsphase auf Hitzeszenarien auszurichten. Wichtige Hebel sind die Standortwahl technischer Komponenten, thermische Transparenz bei Speichern, bewusstes Ladezustandsmanagement und eine dokumentierte Wartung als Grundlage für den Versicherungsschutz. Betreiber haften bei Hitzeschäden häufig auch ohne nachweisbares Verschulden, eine Betreiberhaftpflichtversicherung ist deshalb für gewerbliche Anlagen praktisch Pflicht. Wer diese Punkte frühzeitig zusammen denkt, vermeidet Ertragsverluste und unnötige Haftungsrisiken.

Strompreis Unternehmen 2026: Mehr als nur Entlastung
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar, Strompreise und CO2

Strompreis Unternehmen 2026: Mehr als nur Entlastung

Der Strompreis für Unternehmen liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 Cent pro Kilowattstunde. Der Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro senkt Netzentgelte um bis zu 26,4 Prozent, die dauerhafte Stromsteuersenkung entlastet nur produzierende Betriebe. Beide Maßnahmen sind begrenzt oder branchenabhängig. PV-Eigenverbrauch senkt den wirksamen Strompreis auf 6 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, unabhängig von Netzentgelten und Marktpreisen. Batteriespeicher erhöhen die Eigenverbrauchsquote und senken Leistungspreise durch geglättete Lastspitzen. Gesteuertes Laden von Elektroflotten nutzt günstige Erzeugungs- und Netzphasen gezielt aus und reduziert die benötigte Anschlussleistung. Wer den Strompreis-Anteil dauerhaft senken will, kombiniert PV, Speicher und Flottenladen zu einer Strategie, die unabhängig von politischen Entscheidungen funktioniert.

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