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Energie und Energiewende

Energiewende, erneuerbare Energien, Strommarkt und Energiepolitik in Deutschland. Hintergründe, Analysen und Praxiswissen zur Transformation des Energiesystems.

Indach-Photovoltaik: Kosten, Ertrag und Eignung
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Indach-Photovoltaik: Kosten, Ertrag und Eignung

Indach-Photovoltaik ersetzt die Dacheindeckung und erzeugt zugleich Strom. Das wirkt elegant, ist aber 10 bis 80 Prozent teurer als eine Aufdach-Anlage und bringt durch geringere Hinterlüftung bis zu fünf Prozent weniger Ertrag. Wirtschaftlich lohnt sich die integrierte Bauweise vor allem bei Neubau, Dachsanierung, repräsentativen Steildach-Gebäuden und Solarfassaden. Auf Flachdächern von Industrie- und Logistikhallen scheidet sie dagegen aus. Dort bleibt die Aufdach-Anlage mit 750 bis 1.600 Euro pro Kilowattpeak die beste Wahl. Entscheidend ist eine projektbezogene Rechnung aus Dachsubstanz, Sanierungszeitpunkt, Statik und Förderung. Degressive Abschreibung und Sonderabschreibung nach Paragraf 7g EStG verbessern die Liquidität. Der Beitrag liefert die Zahlen für eine fundierte Entscheidung zwischen Indach-Photovoltaik und Aufdach-Montage.

IAB Bestandsanlage: Steuervorteil sicher umsetzen
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende

IAB Bestandsanlage: Steuervorteil sicher umsetzen

Der Investitionsabzugsbetrag boomt, doch viele Investoren verwechseln den Steuerhebel mit dem Investment. Wer einen IAB bildet, muss innerhalb von drei Jahren investieren. Bei Neuanlagen drohen Verzögerungen bei Netzanschluss, Genehmigung und Lieferkette. Versäumt ein Unternehmen die Frist, löst das Finanzamt den IAB rückwirkend auf, samt 1,8 Prozent Nachzahlungszinsen. Die IAB Bestandsanlage löst dieses Problem. Sie ist bereits am Netz, produziert Strom und lässt sich sofort gegenüber dem Finanzamt nachweisen. Der Preisaufschlag ist eine Risikoprämie für gesicherten Netzanschluss und belastbare Verträge. Auch Batteriespeicher sind IAB-fähig und profitieren bis Ende 2027 von 30 Prozent degressiver AfA. Der Beitrag zeigt, worauf Unternehmen bei Qualität, Fristen und Sektorkopplung achten.

Batteriespeicher Auslegung: IAB und Sektorkopplung nutzen
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende

Batteriespeicher Auslegung: IAB und Sektorkopplung nutzen

Eine Studie von Suena Energy analysierte 72 Auslegungsszenarien für PV-Speicher-Projekte. Das Ergebnis: Je nach Batteriespeicher-Auslegung variieren die Erlöse zwischen 79.000 und 169.000 Euro pro Megawatt — ein Faktor von mehr als zwei. Die Wirtschaftlichkeit hängt entscheidend von Speicherdauer, PV-Ausrichtung und Systemgröße ab. Für Gewerbebetriebe gelten dieselben Prinzipien. Ein optimal dimensionierter Gewerbespeicher koppelt PV-Erzeugung, Ladeinfrastruktur und Wärmepumpe. Lastspitzen werden gekappt, die Eigenverbrauchsquote steigt auf 60 bis 80 Prozent. Der IAB nach §7g EStG gilt auch für Batteriespeicher: 50 Prozent der Anschaffungskosten können vorab steuermindernd angesetzt werden. Bis Ende 2027 ermöglicht die degressive AfA von 30 Prozent eine beschleunigte Abschreibung. Ab Juli 2026 schafft MiSpeL neue Flexibilität in der Betriebsstrategie.

Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System
Energie und Energiewende, Strompreise und CO2

Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System

Der dynamische Stromtarif koppelt den Strompreis direkt an den Börsenkurs der EPEX Spot, alle 15 Minuten. Bis Mai 2026 gab es bereits 242 Stunden mit negativen Preisen, am 1. Mai 2026 fiel der Preis auf minus 50 Cent je Kilowattstunde. Unternehmen mit E-Flotten, Smart Meter und intelligenter Ladeinfrastruktur können Ladekosten durch Lastverschiebung in günstige Zeitfenster um 15 bis 30 Prozent senken. Voraussetzung: ein iMSys, ein Energiemanagementsystem und steuerbare Verbraucher. Ohne diese drei Bausteine wird aus dem Sparmodell ein Preisrisiko. Seit dem 1. Januar 2025 gilt §41a EnWG: Jeder Stromversorger muss mindestens einen dynamischen Tarif anbieten.

EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Energie und Energiewende, Klimaschutz und Emissionen, Photovoltaik und Solar

EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen

Das EEG 2027 schafft die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen ab. Für Anlagen ab 100 kWp gilt ab 2027 ein Contracts-for-Difference-Mechanismus mit Erlösabschöpfung bei hohen Marktpreisen. Anlagen zwischen 25 und 100 kWp werden direktvermarktungspflichtig, der einheitliche anzulegende Wert beträgt 6,2 Cent je Kilowattstunde. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre feste Vergütung ohne Rückzahlungsverpflichtung. Ab 2027 liegt die Wirtschaftlichkeit gewerblicher PV-Anlagen im optimierten Eigenverbrauch. Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent sind mit Speicher, Lastverschiebung und Sektorenkopplung erreichbar. Das Netzpaket des BMWE sieht zusätzlich einen bis zu zehnjährigen Redispatch-Vorbehalt für kapazitätslimitierte Netzgebiete vor.

Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende

Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher

Der Batteriespeicher-Markt in Deutschland verzeichnet 2026 einen Rekordzubau: 70 Prozent mehr Kapazität als im Vorjahr, Großspeicher wachsen um 120 Prozent. Rund zwei Drittel neuer Solarparks werden direkt mit Speicher geplant. Für Unternehmen ergeben sich konkrete Kostenhebel: Eigenverbrauchsquoten von bis zu 80 Prozent, Lastspitzenreduktion um 10 bis 20 Prozent der Stromrechnung, Amortisationszeiten von vier bis sieben Jahren. Die degressive Abschreibung von 30 Prozent und der IAB nach §7g EStG sind bis Ende 2027 befristet. Wer 2026 plant und investiert, nutzt das günstigste Zeitfenster seit Jahren.

PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Energie und Energiewende, Förderung, Photovoltaik und Solar

PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden

Falsche Lastprofilanalysen, unterschätzte Netzanschlusskosten, fehlende Speicher- und Ladeinfrastruktur-Integration und Regulatoriklücken sind die vier häufigsten Planungsfehler bei gewerblichen PV-Anlagen. Sie kosten messbar Rendite, gefährden Förderansprüche und belasten das ESG-Reporting. KI-gestützte Planungstools wie PVpilot beschleunigen die Wirtschaftlichkeitsberechnung erheblich — aber nur in Verbindung mit solider Fachkompetenz. Ein DEKRA-Zertifikat belegt diese Kompetenz gegenüber Banken, Kommunen und Auftraggebern nachweisbar. Der nächste DEKRA-Zertifikatskurs Projektmanager Photovoltaik findet am 8., 10. und 15. September 2026 als Online-LIVE-Kurs statt. Pakete ab 995 Euro netto.

COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Energie und Energiewende, Fuhrpark und Flotte, Kraftstoffe und Alternativen, Mobilität und Verkehr

COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?

Die COP31-Präsidentschaft aus Türkei und Australien hat bei den UN-Klimazwischenverhandlungen in Bonn am 9. Juni 2026 das “35 bis 35”-Ziel vorgestellt: Der globale Stromanteil am Endenergieverbrauch soll bis 2035 von 20 auf 35 Prozent steigen. Das Ziel basiert auf einer IRENA-Analyse und umfasst Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizung und industrielle Prozesse. IRENA beziffert den jährlichen Investitionsbedarf für Stromnetze auf 1,2 Billionen US-Dollar — mehr als doppelt der aktuellen Investitionen. Dezentrale Betriebsphotovoltaik umgeht Netzengpässe vollständig und liefert Eigenstrom für 6 bis 12 ct/kWh statt 27,15 ct/kWh Gewerbestrompreis. Für Fuhrparkmanager bedeutet das Ziel: Elektrifizierung ist auf höchster politischer Ebene verankert — wer jetzt plant, handelt mit dem globalen Investitionsstrom.

Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Elektromobilität, Energie und Energiewende, Fuhrpark und Flotte, Klimaschutz und Emissionen

Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist

Eine globale Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen in 18 Ländern zeigt: 90 Prozent wollen bis 2035 fossile Energien vollständig durch Erneuerbare ersetzen. 79 Prozent der Firmenchefs nennen den Iran-Energiepreisschock als Beschleuniger für die Elektrifizierung. In Deutschland benennen 83 Prozent der befragten Unternehmen die hohen Strompreise als Haupthindernis — gleichzeitig befürchten 70 Prozent, dass Deutschland bei der Energiewende ins Hintertreffen gerät. Der Gewerbestrompreis liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 ct/kWh. Eigenstrom aus einer gewerblichen PV-Anlage kostet je nach Konfiguration 6 bis 12 ct/kWh. Für Betriebe mit Elektroflotte ist die Kombination aus PV-Anlage und gesteuertem Laden der einzige Weg, die TCO-Rechnung unabhängig von politischen Entscheidungen zu verbessern.

Energiegenossenschaft Wind Solar: Chancen & Risiken erkennen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Wind- und Solarenergie: So investieren Bürger gemeinsam

Rund 220.000 Menschen investieren über knapp 1.000 Energiegenossenschaften in Deutschland in Wind- und Solaranlagen. Gemeinsam sind 3,6 Milliarden Euro platziert, die Jahreserzeugung liegt bei 8 Terawattstunden. 80 Prozent der Genossenschaften setzen auf Photovoltaik, 25 Prozent auf Windkraft. Typische Solarrenditen liegen zwischen 2,5 und 4,1 Prozent jährlich. Das neue Energy-Sharing-Modell nach Paragraph 42c EnWG läuft seit 1. Juni 2026. Politisches Hauptrisiko: Die geplante EEG-Förderkürzung um mehr als 20 Prozent durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche trifft neue Projekte stärker als bestehende Anlagen. Smart Meter fehlen aktuell bei 97 Prozent der Haushalte und bremsen Energy Sharing in der Praxis.

GModG 2026: Wärmepumpe schlägt Biomethan-Pfad
Energie und Energiewende, Kraftstoffe und Alternativen

GModG 2026: Wärmepumpe schlägt Biomethan-Pfad

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) soll zum 1. November 2026 das GEG 2024 ablösen. Die 65-Prozent-EE-Pflicht für neue Heizungen entfällt. Die Biotreppe ersetzt sie: Biomethan-Beimischung von 10 Prozent ab 2029, steigend auf 60 Prozent ab 2040. Ein CDU/CSU-Fraktionsrundschreiben vom 9. Juni 2026 zitiert sechs Studien zur Biomethan-Verfügbarkeit. Die dena-Studie 2026 — das zentrale Dokument — bestätigt kurzfristige Machbarkeit, warnt aber: Bei niedrigen Sanierungsraten bliebe 2045 ein Biomethan-Bedarf von 200 TWh. Das inländische Potenzial aus Abfall- und Reststoffen liegt bei maximal 71 TWh. Biomethan kostet heute zwei- bis dreimal so viel wie Erdgas. Das GModG ist verfassungsrechtlich nicht vollständig geprüft. Fraunhofer ISE belegt Jahresarbeitszahlen bis 5,4 für Wärmepumpen im Altbau, CO2-Einsparung bis 68 Prozent. Prognos: Wärmepumpe heute bereits günstiger als Gaskesselaustausch. CO2-Preis 2026: 65 Euro pro Tonne. KfW-Förderung bis 70 Prozent gilt bis mindestens 2029.

Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Energie und Energiewende, Strompreise und CO2

Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas

Die EU-Kommission plant, Strom gegenüber Erdgas steuerlich zu bevorzugen. Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom nicht höher zu besteuern als fossile Energieträger. In Deutschland werden Haushaltskunden mit 2,05 Cent pro kWh Stromsteuer belastet, Erdgas nur mit 0,55 Cent. Für produzierende Betriebe gilt seit dem 1. Januar 2026 der EU-Mindeststeuersatz von 0,05 Cent. Der neue Entwurf zur Strombinnenmarkt-Verordnung soll Ende Juli 2026 vorgestellt werden und enthält zusätzlich Vorgaben zur Harmonisierung der Netzentgelte sowie verbindliche Smart-Meter-Quoten: 50 Prozent bis Ende 2030, 65 Prozent bis Ende 2033. Netzentgelte machen laut ACER derzeit 24 bis 29 Prozent der Stromrechnung aus und könnten bis 2050 um bis zu 60 Prozent steigen. Der Bundesregierung-Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro für Übertragungsnetzentgelte ist seit dem 1. Januar 2026 wirksam.

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