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Batterieproduktion: EU auf dem Weg zur Unabhängigkeit von China

Batterieproduktion: EU auf dem Weg zur Unabhängigkeit von China

In der Batterieproduktion der EU liegt ein zentraler Fokus auf der Reduktion von CO2-Emissionen. Eine neue Studie verdeutlicht das Potenzial, sich von chinesischen Importen unabhängig zu machen. Europäische Unternehmen investieren verstärkt in die Batterieherstellung, um die Umweltbelastung zu verringern und technologische Fortschritte zu erzielen. Die EU strebt eine engere Zusammenarbeit mit Norwegen an, um die Rohstoffversorgung zu sichern. Diese Initiativen markieren einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und unabhängigen Batterieproduktion in Europa.

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Die Notwendigkeit einer eigenen Batterieproduktion in der EU

Die Batterieproduktion ist von entscheidender Bedeutung für die Elektromobilität und somit ein wichtiger Industriezweig. China dominiert diesen Markt, was die EU dazu veranlasst, sich von chinesischen Importen unabhängig zu machen und verstärkt auf eine eigene Produktion zu setzen. Laut einer Studie wäre dies nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch sinnvoll.

Die ökologischen Vorteile einer eigenen Produktion

Die EU könnte laut einer Untersuchung der Organisation Transport and Environment (T&E) erhebliche CO2-Emissionen einsparen, indem sie ihre eigene Batterieproduktion vorantreibt. Eine vollständige Produktion in Europa würde zu einer Reduktion von etwa 37 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu den bisherigen Importen führen.


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Dies ist auf den vergleichsweise hohen Anteil erneuerbarer Energien in Europa zurückzuführen, der für die Herstellung von Batteriezellen genutzt werden könnte.

Potenzielle CO2-Einsparungen durch erneuerbare Energien

Ein wesentlicher Faktor für die potenziellen CO2-Einsparungen ist der hohe Anteil erneuerbarer Energien in Europa. Durch einen vollständigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen könnten europäische Batteriehersteller nach der Studie mehr als 60 Prozent weniger CO2 ausstoßen als bei Importen aus China. Dies unterstreicht die Bedeutung einer verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien für die Produktion von Batteriezellen.

Technische Möglichkeiten und Finanzierungsherausforderungen

Europäische Unternehmen verfügen laut der Studie über die technischen Möglichkeiten, Batterien in der EU herzustellen. Allerdings besteht die Gefahr, dass rund die Hälfte der geplanten Produktion aufgrund mangelnder Finanzierung in die USA oder China abwandert.


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Um dies zu verhindern, müssen die Europäische Investitionsbank (EIB) und der EU-Batteriefonds besser ausgestattet werden, um Investitionen in europäische Gigafabriken zu unterstützen.

Metallgewinnung und -verarbeitung in der EU

Die Studie betont auch die Bedeutung der Gewinnung der benötigten Metalle in der EU für die Reduzierung der CO2-Emissionen. Im Vergleich zu bisher importiertem Nickel und Lithium aus Indonesien bzw. China würden kürzere Transportwege die Umweltbelastung verringern. T&E fordert daher eine verstärkte Förderung und Recycling der Metalle in Europa.

Ziele der EU für die Rohstoffversorgung

Die EU strebt bis 2030 an, mindestens zehn Prozent ihres Bedarfs an strategisch wichtigen Rohstoffen wie Nickel und Lithium aus eigener Gewinnung zu decken. Gleichzeitig sollen mindestens 40 Prozent der Verarbeitungskapazitäten in der EU liegen. Dazu plant die EU eine engere Zusammenarbeit mit Norwegen, das über bedeutende Rohstoffvorkommen in der Nordsee verfügt.


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Beispiel für eine zukünftige Batteriefabrik in Deutschland

Ein vielversprechendes Beispiel für die Förderung der Batterieproduktion in der EU ist das Projekt des schwedischen Herstellers Northvolt in Schleswig-Holstein. Die geplante Batteriefabrik, unterstützt mit erheblichen finanziellen Mitteln von Bund und Land, soll 2026 den Betrieb aufnehmen. Northvolt plant, in Heide im Landkreis Dithmarschen „weltweit umweltfreundlichste Batterien“ herzustellen, die mit Windkraft aus der Region betrieben werden sollen.

Quelle: AFP

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Harald M. Depta

Der Autor | Schreiberling | Experte. Seit über 10 Jahren in dem Bereich tätig. Ich bin Fachdozent und Referent, Projektplaner für E-Mobilität & PV, Kenner der Branche

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