Auch Verbrenner fahren mit Strom – allerdings unsichtbar, über den Pipeline-Stromverbrauch im fossilen System. Bevor Diesel oder Benzin im Tank landet, fließen bereits erhebliche Mengen elektrischer Energie in Förderung, Transport durch Ölpipelines und Raffinierung. Diese unsichtbare Energie erscheint nicht auf der Stromrechnung, sondern versteckt im Kraftstoffpreis und in der Klimabilanz. Der Beitrag beleuchtet, wie hoch der Strombedarf von Pipelines tatsächlich ist, wie er sich in Well-to-Tank-Analysen niederschlägt und welche Rolle er für Energie- und Verkehrswende spielt. Anhand von Rechenbeispielen wird sichtbar, wie viele Elektroautos sich mit dieser heute im Hintergrund gebundenen Energie betreiben ließen. Für Fachleute aus Energiebranche, E-Mobilität und Fuhrparkmanagement entsteht so eine fundierte Grundlage, um die Effizienz von Verbrennerflotten und Elektrofahrzeugen systemisch zu vergleichen.