Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt: Erreicht die EU Klimaneutralität bis 2040 statt 2050, entstehen kumulative Nettovorteile von 100 bis 600 Milliarden Euro. Basis sind die Brennstoffpreise 2021 bis 2023. Der Nutzen kommt aus drei Quellen: niedrigere Importkosten für fossile Energieträger, Einsparungen im Gesundheitswesen durch bessere Luftqualität und gestärkte Energiesicherheit durch geringere Importabhängigkeit. Kurzfristig können die Stromgestehungskosten durch den raschen Ausbau von Wind- und Solaranlagen sowie den nötigen Netzausbau steigen. Langfristig überwiegen die Einsparungen. Die Studie, veröffentlicht in PNAS, wurde im Rahmen des EU-geförderten PANTHEON-Projekts erstellt und berücksichtigt dynamische Kostenveränderungen durch ein neu entwickeltes Systemmodell.