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Erneuerbare Energien

Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher
Batterien und Speicher, Energie und Energiewende

Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher

Der Batteriespeicher-Markt in Deutschland verzeichnet 2026 einen Rekordzubau: 70 Prozent mehr Kapazität als im Vorjahr, Großspeicher wachsen um 120 Prozent. Rund zwei Drittel neuer Solarparks werden direkt mit Speicher geplant. Für Unternehmen ergeben sich konkrete Kostenhebel: Eigenverbrauchsquoten von bis zu 80 Prozent, Lastspitzenreduktion um 10 bis 20 Prozent der Stromrechnung, Amortisationszeiten von vier bis sieben Jahren. Die degressive Abschreibung von 30 Prozent und der IAB nach §7g EStG sind bis Ende 2027 befristet. Wer 2026 plant und investiert, nutzt das günstigste Zeitfenster seit Jahren.

EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Batterien und Speicher, Photovoltaik und Solar

EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung

Ab 2027 entfällt die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp. Eine Studie des Instituts aquu berechnet 69 Prozent Ertragsverlust bei Nulleinspeisung — bezogen auf eine 10-kWp-Anlage ohne Eigenverbrauchsoptimierung. Wer Lastverschiebung, prognosebasierte Speichersteuerung und ein HEMS einsetzt, erreicht Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent. Für Gewerbeimmobilien bietet die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG eine weitere Option. Ab Juni 2026 ist Energy Sharing nach § 42c EnWG für den Austausch über Gebäudegrenzen hinweg gesetzlich zulässig. Neue Anlagen ab 7 kWp müssen seit Juni 2026 mit Smart Meter und Steuerbox ausgestattet sein. Die Wirtschaftlichkeit von PV liegt 2027 nicht mehr in der Einspeisung, sondern im optimierten Eigenverbrauch.

PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden
Energie und Energiewende, Förderung, Photovoltaik und Solar

PV-Planung im Gewerbe: Die 4 teuersten Fehler vermeiden

PV-Planung Sektorkopplung verbindet Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur und Fuhrpark in einer Planung. Nach dem Regierungsentwurf zur EEG-Novelle soll die feste Einspeisevergütung wegfallen, der Bundesrat nahm am 25.09.2026 Stellung. Der Entwurf sieht Differenzverträge vor, einen Refinanzierungsbeitrag ab 100 Kilowatt und keinen Förderanspruch in Viertelstunden mit negativen Preisen. Für Aufdachanlagen unter 100 Kilowatt sieht er eine dauerhafte Begrenzung auf 50 Prozent der installierten Leistung vor. Bei bidirektionalem Laden unterscheiden sich Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid bei Anforderungen, Messkonzepten und Kosten. Die Netzentgeltfrage bei Rückspeisung bleibt offen. Wer die Last analysiert sowie Netzanschluss, Messkonzept und Stromsteuer vor der Dimensionierung klärt, plant belastbarer.

Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Elektromobilität, Energie und Energiewende, Fuhrpark und Flotte, Klimaschutz und Emissionen

Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist

Eine globale Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen in 18 Ländern zeigt: 90 Prozent wollen bis 2035 fossile Energien vollständig durch Erneuerbare ersetzen. 79 Prozent der Firmenchefs nennen den Iran-Energiepreisschock als Beschleuniger für die Elektrifizierung. In Deutschland benennen 83 Prozent der befragten Unternehmen die hohen Strompreise als Haupthindernis — gleichzeitig befürchten 70 Prozent, dass Deutschland bei der Energiewende ins Hintertreffen gerät. Der Gewerbestrompreis liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 ct/kWh. Eigenstrom aus einer gewerblichen PV-Anlage kostet je nach Konfiguration 6 bis 12 ct/kWh. Für Betriebe mit Elektroflotte ist die Kombination aus PV-Anlage und gesteuertem Laden der einzige Weg, die TCO-Rechnung unabhängig von politischen Entscheidungen zu verbessern.

Energiegenossenschaft Wind Solar: Chancen & Risiken erkennen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Wind- und Solarenergie: So investieren Bürger gemeinsam

Rund 220.000 Menschen investieren über knapp 1.000 Energiegenossenschaften in Deutschland in Wind- und Solaranlagen. Gemeinsam sind 3,6 Milliarden Euro platziert, die Jahreserzeugung liegt bei 8 Terawattstunden. 80 Prozent der Genossenschaften setzen auf Photovoltaik, 25 Prozent auf Windkraft. Typische Solarrenditen liegen zwischen 2,5 und 4,1 Prozent jährlich. Das neue Energy-Sharing-Modell nach Paragraph 42c EnWG läuft seit 1. Juni 2026. Politisches Hauptrisiko: Die geplante EEG-Förderkürzung um mehr als 20 Prozent durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche trifft neue Projekte stärker als bestehende Anlagen. Smart Meter fehlen aktuell bei 97 Prozent der Haushalte und bremsen Energy Sharing in der Praxis.

Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Energie und Energiewende, Strompreise und CO2

Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas

Die EU-Kommission plant, Strom gegenüber Erdgas steuerlich zu bevorzugen. Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom nicht höher zu besteuern als fossile Energieträger. In Deutschland werden Haushaltskunden mit 2,05 Cent pro kWh Stromsteuer belastet, Erdgas nur mit 0,55 Cent. Für produzierende Betriebe gilt seit dem 1. Januar 2026 der EU-Mindeststeuersatz von 0,05 Cent. Der neue Entwurf zur Strombinnenmarkt-Verordnung soll Ende Juli 2026 vorgestellt werden und enthält zusätzlich Vorgaben zur Harmonisierung der Netzentgelte sowie verbindliche Smart-Meter-Quoten: 50 Prozent bis Ende 2030, 65 Prozent bis Ende 2033. Netzentgelte machen laut ACER derzeit 24 bis 29 Prozent der Stromrechnung aus und könnten bis 2050 um bis zu 60 Prozent steigen. Der Bundesregierung-Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro für Übertragungsnetzentgelte ist seit dem 1. Januar 2026 wirksam.

EEG 2027: Wann bleibt die PV-Anlage wirtschaftlich?
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

EEG 2027: Wann bleibt die PV-Anlage wirtschaftlich?

Ab 1. Januar 2027 entfällt die Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp. Eine SFV-Studie warnt vor Amortisationszeiten von über 30 Jahren. Das Szenario gilt aber nur für Anlagen ohne Speicher und ohne Eigenverbrauchsstrategie — ein Planungsansatz, der heute nicht mehr Stand der Technik ist. Eigenverbrauch ist bereits heute viermal wertvoller als Einspeisung: 37 Cent Netzstrompreis gegenüber 7 bis 8 Cent Einspeisevergütung. Mit Batteriespeicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 60 bis 80 Prozent. Wärmepumpe und Wallbox erhöhen sie weiter auf über 90 Prozent. Für Unternehmen mit Elektrofahrzeugflotte ist die Kombination aus PV und Ladeinfrastruktur das stärkste wirtschaftliche Argument. PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern mit hohem Eigenverbrauch bleiben laut SFV-Studie selbst ohne Einspeisevergütung wirtschaftlich. Das EEG 2027 erzwingt, was technisch längst überfällig ist: Sektorkopplung und Eigenverbrauch als Planungspflicht.

Hybrider Netzanschluss: PV und Wind teilen sich den Anschluss
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Hybrider Netzanschluss: PV und Wind teilen sich den Anschluss

In Gerbstedt, Sachsen-Anhalt, hat wpd einen 54-Megawatt-Solarpark auf 53 Hektar mit rund 86.000 Modulen in Betrieb genommen. Die Anlage teilt sich den Netzanschluss mit einem bestehenden 26,4-Megawatt-Windpark. Netzbetreiber Mitnetz hat das hybride Konzept genehmigt. Ein Parkregler überwacht die kombinierte Einspeisung; der Windpark hat Einspeisevorrang. Der Solarstrom wird per PPA an einen Industrieabnehmer verkauft. Die Gemeinde Gerbstedt erhält jährlich knapp 90.000 Euro. Die Fläche wird weiterhin beweidet. Inbetriebnahme: November 2025. Vom Aufstellungsbeschluss 2021 bis zur Einweihung vergingen vier Jahre.

Gebäudeintegrierte PV: neuer BIPV-Leitfaden
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Gebäudeintegrierte PV: neuer BIPV-Leitfaden

Das Fraunhofer ISE hat im Forschungsprojekt SolarEnvelopeCenter einen webbasierten Planungsleitfaden für gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) veröffentlicht. Entwickelt wurde er gemeinsam mit DFKI, Drees & Sommer, Wulf Architekten, IBC Solar und der DGS Berlin Brandenburg — gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Der Leitfaden stellt 15 standardisierte Konstruktionsprinzipien für Dach und Fassade bereit, die den normativen und bauordnungsrechtlichen Anforderungen entsprechen. Ein Bauart-Konfigurator erlaubt die Anpassung an projektspezifische Parameter entlang der HOAI-Leistungsphasen. Kein Hersteller und kein konkretes Produkt wird vorgegeben — das gestalterische Design bleibt flexibel. Zusätzlich enthält das Tool einen Amortisationsrechner. Die DGS bietet Seminare zur Nutzung des Webtools an.

KI PV-Planung: Warum intelligente Tools jetzt zählen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

KI PV-Planung: Warum intelligente Tools jetzt zählen

KI-gestützte PV-Planung reduziert Planungszeit bei Compliance-Prüfungen um bis zu 70 Prozent. Regelbasierte Systeme prüfen kontinuierlich alle Parameter gegen aktuelle Normen, Netzanforderungen und gesetzliche Vorgaben. Fehlerhafte Dimensionierungen, missachtete Netzbetreiberanforderungen und Dokumentationslücken werden automatisch erkannt. Der PVpilot verbindet KI-gestützte Planungslogik mit dem Kompetenzniveau des DEKRA-Zertifikatskurses für PV-Projektmanagement. Wirtschaftlichkeitsberechnungen erfolgen als Szenarioanalysen — Auswirkungen von Strompreisänderungen, variablen Eigenverbrauchsquoten und Batteriespeichern werden in Sekunden berechnet. Premium-Zugang für DEKRA-Kursteilnehmer inklusive.

ZEREZ und Momentanreservemarkt: Was PV-Planer wissen müssen
Photovoltaik und Solar

ZEREZ und Momentanreservemarkt: Was PV-Planer wissen müssen

ZEREZ ist das Zentrale Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate. Seit dem 1. Februar 2025 ist die Nutzung gesetzlich verpflichtend — ohne gültiges ZEREZ-Zertifikat kein Netzanschluss. Seit dem 1. Juni 2026 können im Register auch Zertifikate mit netzbildenden Eigenschaften eingetragen werden. Grundlage ist der finalisierte VDE FNN Hinweis Version 2.1. Die Erweiterung ist Voraussetzung für die Teilnahme am deutschen Momentanreservemarkt, der am 22. Januar 2026 startete. Vergütungen liegen zwischen 76 und 888,50 Euro pro Megawattsekunde und Jahr. Betroffen sind Anlagen in der Mittel-, Hoch- und Höchstspannung nach VDE-AR-N 4110, 4120 und 4130. PV-Planer müssen Komponentenwahl, Zertifizierungsvorlauf und Wirtschaftlichkeit netzbildender Systeme frühzeitig in die Projektplanung integrieren.

Energiewende vor 2050: Was Europa wirklich gewinnt
Energie und Energiewende

Energiewende vor 2050: Was Europa wirklich gewinnt

Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt: Erreicht die EU Klimaneutralität bis 2040 statt 2050, entstehen kumulative Nettovorteile von 100 bis 600 Milliarden Euro. Basis sind die Brennstoffpreise 2021 bis 2023. Der Nutzen kommt aus drei Quellen: niedrigere Importkosten für fossile Energieträger, Einsparungen im Gesundheitswesen durch bessere Luftqualität und gestärkte Energiesicherheit durch geringere Importabhängigkeit. Kurzfristig können die Stromgestehungskosten durch den raschen Ausbau von Wind- und Solaranlagen sowie den nötigen Netzausbau steigen. Langfristig überwiegen die Einsparungen. Die Studie, veröffentlicht in PNAS, wurde im Rahmen des EU-geförderten PANTHEON-Projekts erstellt und berücksichtigt dynamische Kostenveränderungen durch ein neu entwickeltes Systemmodell.

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