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Handwerksrolle Photovoltaik: OLG Koblenz urteilt
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Photovoltaik und Solar
Handwerksrolle Photovoltaik: OLG Koblenz urteilt
Das OLG Koblenz hat am 2. Juni 2026 als erstes deutsches Obergericht entschieden, dass Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Photovoltaikanlagen zulassungspflichtige Handwerkstätigkeiten sind (Az. 9 U 1015/25). Nur Betriebe mit Eintragung in die Handwerksrolle dürfen diese Leistungen anbieten. Die rechtliche Grundlage ist § 1 Abs. 2 HwO. Der Abgrenzungsleitfaden von DHKT und DIHK wurde bereits Anfang 2025 entsprechend geändert. Für Unternehmen als Auftraggeber bedeutet das: Wer mit einem nicht eingetragenen Betrieb arbeitet, riskiert Versicherungsausfall, Förderverlust und eingeschränkte Mängelhaftungsansprüche. Die Prüfung der Handwerksrolle vor Beauftragung ist risikorelevante Pflicht.
22. Juni 2026
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Photovoltaik und Solar

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Handwerksrolle Photovoltaik: OLG Koblenz urteilt
Photovoltaik und Solar
Handwerksrolle Photovoltaik: OLG Koblenz urteilt
Das OLG Koblenz hat am 2. Juni 2026 als erstes deutsches Obergericht entschieden, dass Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Photovoltaikanlagen zulassungspflichtige Handwerkstätigkeiten sind (Az. 9 U 1015/25). Nur Betriebe mit Eintragung in die Handwerksrolle dürfen diese Leistungen anbieten. Die rechtliche Grundlage ist § 1 Abs. 2 HwO. Der Abgrenzungsleitfaden von DHKT und DIHK wurde bereits Anfang 2025 entsprechend geändert. Für Unternehmen als Auftraggeber bedeutet das: Wer mit einem nicht eingetragenen Betrieb arbeitet, riskiert Versicherungsausfall, Förderverlust und eingeschränkte Mängelhaftungsansprüche. Die Prüfung der Handwerksrolle vor Beauftragung ist risikorelevante Pflicht.
22. Juni 2026
EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Energie und Energiewende
EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Das EEG 2027 schafft die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen ab. Für Anlagen ab 100 kWp gilt ab 2027 ein Contracts-for-Difference-Mechanismus mit Erlösabschöpfung bei hohen Marktpreisen. Anlagen zwischen 25 und 100 kWp werden direktvermarktungspflichtig, der einheitliche anzulegende Wert beträgt 6,2 Cent je Kilowattstunde. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre feste Vergütung ohne Rückzahlungsverpflichtung. Ab 2027 liegt die Wirtschaftlichkeit gewerblicher PV-Anlagen im optimierten Eigenverbrauch. Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent sind mit Speicher, Lastverschiebung und Sektorenkopplung erreichbar. Das Netzpaket des BMWE sieht zusätzlich einen bis zu zehnjährigen Redispatch-Vorbehalt für kapazitätslimitierte Netzgebiete vor.
22. Juni 2026
EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Batterien und Speicher
EEG 2027 und PV: Eigenverbrauch schlägt Einspeisung
Ab 2027 entfällt die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 kWp. Eine Studie des Instituts aquu berechnet 69 Prozent Ertragsverlust bei Nulleinspeisung — bezogen auf eine 10-kWp-Anlage ohne Eigenverbrauchsoptimierung. Wer Lastverschiebung, prognosebasierte Speichersteuerung und ein HEMS einsetzt, erreicht Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent. Für Gewerbeimmobilien bietet die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung nach § 42b EnWG eine weitere Option. Ab Juni 2026 ist Energy Sharing nach § 42c EnWG für den Austausch über Gebäudegrenzen hinweg gesetzlich zulässig. Neue Anlagen ab 7 kWp müssen seit Juni 2026 mit Smart Meter und Steuerbox ausgestattet sein. Die Wirtschaftlichkeit von PV liegt 2027 nicht mehr in der Einspeisung, sondern im optimierten Eigenverbrauch.
17. Juni 2026

Elektromobilität

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Ladeinfrastruktur

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Bidirektionales Laden Fuhrpark: Technik, Recht, Praxis
Elektromobilität
Bidirektionales Laden Fuhrpark: Technik, Recht, Praxis
Bidirektionales Laden ist seit 2026 regulatorisch und technisch einsatzbereit. Die EnWG-Novelle November 2025 schafft die doppelte Netzentgelt-Belastung ab. Die VDE-AR-N 4105:2026-03 definiert seit März 2026 verbindliche Systemzertifizierung für Fahrzeug-Wallbox-Kombinationen. Rund 80 Prozent der ab 2027 angekündigten Fahrzeugplattformen werden AC- und DC-bidirektional ausgelegt. VW ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7 mit 77-kWh-Akku sind heute V2H-fähig. Für Fuhrparks liegt der größte wirtschaftliche Hebel nicht im V2G-Erlös, sondern in der Lastspitzenreduktion. Ein Energiemanagementsystem ist Pflichtbestandteil jedes bidirektionalen Ladekonzepts. AC-seitige Lösungen sind bei Flotten wegen geringerer Infrastrukturkosten vorzuziehen. BiDi-Ready ist nicht gleich BiDi-Certified — der Unterschied entscheidet über die Netzzulassung.
22. Juni 2026
VDE‑Norm 2026: Neue Regeln für Wallbox & Laden zu Hause
Elektromobilität
VDE‑Norm 2026: Neue Regeln für Wallbox & Laden zu Hause
Ab 2026 gelten strengere VDE‑Vorgaben und EU‑Normen für Ladeinfrastruktur, Messung und Kommunikation. Wallboxen benötigen einen eigenen Stromkreis mit Gleichzeitigkeitsfaktor 1, separatem Fehlerstromschutz und geeignetem Überstrom‑ sowie Überspannungsschutz. §14a EnWG macht steuerbare Wallboxen zum Standard und ermöglicht reduzierte Netzentgelte bei netzdienlicher Steuerung. Ab 2026 müssen öffentlich zugängliche Ladepunkte ISO‑15118‑fähig sein, ab 2027 kommen erweiterte Funktionen wie bidirektionales Laden hinzu. Ab 2026 ist das Laden von Dienstwagen zuhause nur noch mit verbrauchsgenauer Abrechnung zulässig. DIN SPEC 91504 definiert Anforderungen an barrierefreie Ladeinfrastruktur. Intelligentes Lastmanagement reduziert Anschlussleistung, Netzentgelte und Leistungspreise. Die Kombination aus PV‑Anlage, Speicher und steuerbarer Wallbox senkt Ladekosten und erhöht den Eigenverbrauch.
19. Februar 2026
Elektroauto Energiekosten: Immer günstiger als Verbrenner
Ladeinfrastruktur
Elektroauto Energiekosten: Immer günstiger als Verbrenner
Elektrofahrzeuge verbrauchen zwischen 15 und 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Bei einem Heimstromtarif von 30 Cent pro Kilowattstunde entstehen Energiekosten von 4,50 bis 6 Euro pro 100 Kilometer. Vergleichbare Benziner mit sieben Litern Verbrauch kosten bei 1,70 Euro pro Liter etwa 11,90 Euro für dieselbe Strecke. Spezielle Autostromtarife liegen nachts unter 25 Cent pro Kilowattstunde. Photovoltaikanlagen produzieren Strom zu Eigenverbrauchskosten von 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, was Energiekosten von 1,20 bis 2,40 Euro pro 100 Kilometer ermöglicht. Öffentliche AC-Ladepunkte kosten zwischen 35 und 45 Cent pro Kilowattstunde. Autobahnschnelllader liegen bei 50 bis 80 Cent pro Kilowattstunde. Ein Pendler mit 15.000 Jahreskilometern spart gegenüber einem Benziner jährlich 900 Euro bei gemischtem Laden oder über 1.270 Euro mit PV-Anlage. Elektrofahrzeuge sind für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Besteuerung von Elektro-Dienstwagen liegt bei 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises bis 70.000 Euro.
9. Februar 2026

Fuhrpark und Flotte

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Energie und Energiewende

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Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System
Energie und Energiewende
Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System
Der dynamische Stromtarif koppelt den Strompreis direkt an den Börsenkurs der EPEX Spot, alle 15 Minuten. Bis Mai 2026 gab es bereits 242 Stunden mit negativen Preisen, am 1. Mai 2026 fiel der Preis auf minus 50 Cent je Kilowattstunde. Unternehmen mit E-Flotten, Smart Meter und intelligenter Ladeinfrastruktur können Ladekosten durch Lastverschiebung in günstige Zeitfenster um 15 bis 30 Prozent senken. Voraussetzung: ein iMSys, ein Energiemanagementsystem und steuerbare Verbraucher. Ohne diese drei Bausteine wird aus dem Sparmodell ein Preisrisiko. Seit dem 1. Januar 2025 gilt §41a EnWG: Jeder Stromversorger muss mindestens einen dynamischen Tarif anbieten.
22. Juni 2026
EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Energie und Energiewende
EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Das EEG 2027 schafft die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen ab. Für Anlagen ab 100 kWp gilt ab 2027 ein Contracts-for-Difference-Mechanismus mit Erlösabschöpfung bei hohen Marktpreisen. Anlagen zwischen 25 und 100 kWp werden direktvermarktungspflichtig, der einheitliche anzulegende Wert beträgt 6,2 Cent je Kilowattstunde. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre feste Vergütung ohne Rückzahlungsverpflichtung. Ab 2027 liegt die Wirtschaftlichkeit gewerblicher PV-Anlagen im optimierten Eigenverbrauch. Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent sind mit Speicher, Lastverschiebung und Sektorenkopplung erreichbar. Das Netzpaket des BMWE sieht zusätzlich einen bis zu zehnjährigen Redispatch-Vorbehalt für kapazitätslimitierte Netzgebiete vor.
22. Juni 2026
Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher
Batterien und Speicher
Gewerbespeicher 2026: So rechnet sich der Speicher
Der Batteriespeicher-Markt in Deutschland verzeichnet 2026 einen Rekordzubau: 70 Prozent mehr Kapazität als im Vorjahr, Großspeicher wachsen um 120 Prozent. Rund zwei Drittel neuer Solarparks werden direkt mit Speicher geplant. Für Unternehmen ergeben sich konkrete Kostenhebel: Eigenverbrauchsquoten von bis zu 80 Prozent, Lastspitzenreduktion um 10 bis 20 Prozent der Stromrechnung, Amortisationszeiten von vier bis sieben Jahren. Die degressive Abschreibung von 30 Prozent und der IAB nach §7g EStG sind bis Ende 2027 befristet. Wer 2026 plant und investiert, nutzt das günstigste Zeitfenster seit Jahren.
22. Juni 2026

Förderung

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Strompreise und CO2

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Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System
Energie und Energiewende
Dynamischer Stromtarif Flotte: Kosten senken mit System
Der dynamische Stromtarif koppelt den Strompreis direkt an den Börsenkurs der EPEX Spot, alle 15 Minuten. Bis Mai 2026 gab es bereits 242 Stunden mit negativen Preisen, am 1. Mai 2026 fiel der Preis auf minus 50 Cent je Kilowattstunde. Unternehmen mit E-Flotten, Smart Meter und intelligenter Ladeinfrastruktur können Ladekosten durch Lastverschiebung in günstige Zeitfenster um 15 bis 30 Prozent senken. Voraussetzung: ein iMSys, ein Energiemanagementsystem und steuerbare Verbraucher. Ohne diese drei Bausteine wird aus dem Sparmodell ein Preisrisiko. Seit dem 1. Januar 2025 gilt §41a EnWG: Jeder Stromversorger muss mindestens einen dynamischen Tarif anbieten.
22. Juni 2026
Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Energie und Energiewende
Stromsteuer sinkt: EU-Plan macht Strom billiger als Gas
Die EU-Kommission plant, Strom gegenüber Erdgas steuerlich zu bevorzugen. Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom nicht höher zu besteuern als fossile Energieträger. In Deutschland werden Haushaltskunden mit 2,05 Cent pro kWh Stromsteuer belastet, Erdgas nur mit 0,55 Cent. Für produzierende Betriebe gilt seit dem 1. Januar 2026 der EU-Mindeststeuersatz von 0,05 Cent. Der neue Entwurf zur Strombinnenmarkt-Verordnung soll Ende Juli 2026 vorgestellt werden und enthält zusätzlich Vorgaben zur Harmonisierung der Netzentgelte sowie verbindliche Smart-Meter-Quoten: 50 Prozent bis Ende 2030, 65 Prozent bis Ende 2033. Netzentgelte machen laut ACER derzeit 24 bis 29 Prozent der Stromrechnung aus und könnten bis 2050 um bis zu 60 Prozent steigen. Der Bundesregierung-Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro für Übertragungsnetzentgelte ist seit dem 1. Januar 2026 wirksam.
11. Juni 2026
Negative Strompreise: So schützt intelligentes Energiemanagement
Strompreise und CO2
Negative Strompreise: So schützt intelligentes Energiemanagement
Am 1. Mai 2026 fiel der Spotpreis an der EPEX Spot auf bis zu minus 499,99 Euro pro Megawattstunde. Unternehmen, die in diesem Zeitraum Solarstrom ins Netz einspeisten, zahlten dafür. Negative Strompreise entstehen, wenn erneuerbare Erzeugung die Nachfrage übersteigt, besonders an Feiertagen mit hoher Sonneneinstrahlung und geringer industrieller Last. PV-Anlagen ohne intelligente Steuerung werden in solchen Phasen zum Kostenfaktor. Systeme wie Greencore AI von Greenflash erkennen Negativpreisfenster frühzeitig, drosseln die Einspeisung automatisch, decken nur den Eigenbedarf und laden Batteriespeicher mit günstigem Netzstrom. Für Fuhrparkbetreiber mit Ladeinfrastruktur lassen sich Ladevorgänge gezielt auf Niedrigpreisphasen verschieben. Marktadaptive Betriebsführung wird damit zum Kostenhebel und ESG-Instrument zugleich.
6. Juni 2026
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Batterien und Speicher

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Klimaschutz und Emissionen

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EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Energie und Energiewende
EEG 2027: Was Unternehmen mit PV jetzt wissen müssen
Das EEG 2027 schafft die garantierte Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen ab. Für Anlagen ab 100 kWp gilt ab 2027 ein Contracts-for-Difference-Mechanismus mit Erlösabschöpfung bei hohen Marktpreisen. Anlagen zwischen 25 und 100 kWp werden direktvermarktungspflichtig, der einheitliche anzulegende Wert beträgt 6,2 Cent je Kilowattstunde. Wer bis 31. Dezember 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre feste Vergütung ohne Rückzahlungsverpflichtung. Ab 2027 liegt die Wirtschaftlichkeit gewerblicher PV-Anlagen im optimierten Eigenverbrauch. Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent sind mit Speicher, Lastverschiebung und Sektorenkopplung erreichbar. Das Netzpaket des BMWE sieht zusätzlich einen bis zu zehnjährigen Redispatch-Vorbehalt für kapazitätslimitierte Netzgebiete vor.
22. Juni 2026
Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Elektromobilität
Elektrifizierung im Betrieb: Warum PV der Schlüssel ist
Eine globale Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen in 18 Ländern zeigt: 90 Prozent wollen bis 2035 fossile Energien vollständig durch Erneuerbare ersetzen. 79 Prozent der Firmenchefs nennen den Iran-Energiepreisschock als Beschleuniger für die Elektrifizierung. In Deutschland benennen 83 Prozent der befragten Unternehmen die hohen Strompreise als Haupthindernis — gleichzeitig befürchten 70 Prozent, dass Deutschland bei der Energiewende ins Hintertreffen gerät. Der Gewerbestrompreis liegt 2026 bei durchschnittlich 27,15 ct/kWh. Eigenstrom aus einer gewerblichen PV-Anlage kostet je nach Konfiguration 6 bis 12 ct/kWh. Für Betriebe mit Elektroflotte ist die Kombination aus PV-Anlage und gesteuertem Laden der einzige Weg, die TCO-Rechnung unabhängig von politischen Entscheidungen zu verbessern.
16. Juni 2026
Carbon Capture: Was das Brevik-Desaster für CCS bedeutet
Klimaschutz und Emissionen
Carbon Capture: Was das Brevik-Desaster für CCS bedeutet
Das CCS-Vorzeigeprojekt von Heidelberg Materials im norwegischen Brevik ist die weltweit erste großindustrielle CO2-Abscheideanlage an einem Zementwerk. Geplant waren 400.000 Tonnen CO2-Abscheidung jährlich bei 50 Tonnen pro Stunde. Im ersten Betriebsjahr lag die Leistung bei nur 35 bis 38 Tonnen pro Stunde. Im September und Dezember 2025 gab es Stillstände, zwischen Februar und April 2026 fiel die Anlage zwei Monate vollständig aus. Ursache: mögliche Konstruktionsmängel und undichte Abgasleitungen. Die Zementindustrie verursacht rund sieben bis acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen, davon ist ein großer Teil prozessbedingt und durch erneuerbare Energien allein nicht vermeidbar. Deutschland hat CCS im Januar 2026 gesetzlich freigegeben. Heidelberg Materials plant das Folgeprojekt GeZero in Geseke mit 700.000 Tonnen Jahreskapazität.
16. Juni 2026

Kraftstoffe und Alternativen

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Mobilität und Verkehr

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E-Lkw Wirtschaftlichkeit — Fakten aus dem Betrieb
Fuhrpark und Flotte
E-Lkw Wirtschaftlichkeit — Fakten aus dem Betrieb
E-LKW Wirtschaftlichkeit ist kein Versprechen mehr, sondern Praxisbeweis. Mercedes-Benz Trucks hat Telemetriedaten von rund 80 E-Actros aus dem eigenen Produktionsnetzwerk ausgewertet. Zeitraum: November 2025 bis März 2026. Ergebnis: über 3.000 Touren, über 3.100 Ladevorgänge, sechs Millionen Kilometer Fahrleistung. Im Pendelverkehr spart ein E-LKW über 2.300 Euro Maut pro Monat. Im Fernverkehr schafft der E-Actros 600 täglich 600 Kilometer und spart bis zu 4.000 Euro Maut monatlich. Der Verbrauch liegt je nach Route zwischen 92 und 114 kWh pro 100 Kilometer. Ladeinfrastruktur am Depot, kombiniert mit PV auf dem Logistikdach, senkt die Betriebskosten weiter. Wer Schwerlastverkehr elektrifizieren will, muss Netzanschluss und Ladeplanung vor der Fahrzeugbestellung klären.
22. Juni 2026
COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Energie und Energiewende
COP31-Ziel: 35% Elektrifizierung bis 2035 — und jetzt?
Die COP31-Präsidentschaft aus Türkei und Australien hat bei den UN-Klimazwischenverhandlungen in Bonn am 9. Juni 2026 das "35 bis 35"-Ziel vorgestellt: Der globale Stromanteil am Endenergieverbrauch soll bis 2035 von 20 auf 35 Prozent steigen. Das Ziel basiert auf einer IRENA-Analyse und umfasst Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizung und industrielle Prozesse. IRENA beziffert den jährlichen Investitionsbedarf für Stromnetze auf 1,2 Billionen US-Dollar — mehr als doppelt der aktuellen Investitionen. Dezentrale Betriebsphotovoltaik umgeht Netzengpässe vollständig und liefert Eigenstrom für 6 bis 12 ct/kWh statt 27,15 ct/kWh Gewerbestrompreis. Für Fuhrparkmanager bedeutet das Ziel: Elektrifizierung ist auf höchster politischer Ebene verankert — wer jetzt plant, handelt mit dem globalen Investitionsstrom.
16. Juni 2026
Euro-5-Diesel Fahrverbot München: Was Flotten jetzt tun müssen
Mobilität und Verkehr
Euro-5-Diesel Fahrverbot München: Was Flotten jetzt tun müssen
München verschärft sein Diesel-Fahrverbot: Seit Februar 2023 gilt für Euro-4-Diesel ein Verbot im gesamten Mittleren Ring und der Innenstadt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof urteilte im März 2024, dass die Stadt das Verbot auf Euro-5-Fahrzeuge ausweiten muss. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte dieses Urteil im Oktober 2024 endgültig. Die neunte Fortschreibung des Luftreinhalteplans gilt seit Oktober 2025 und sieht Tempo-30-Maßnahmen auf der Landshuter Allee vor — dem bundesweit schlechtesten NO2-Messpunkt. DUH und VCD fordern weiter die Ausweitung auf Euro 5. Fuhrparkbetreiber mit Euro-5-Fahrzeugen müssen jetzt Flottenstrategien anpassen: Ausnahmegenehmigungen prüfen, Elektrofahrzeuge einplanen und Abgasnormen im Fahrzeugbestand dokumentieren. Verstöße kosten 100 Euro Bußgeld. Euro-6-Diesel und Elektrofahrzeuge sind uneingeschränkt zugelassen.
9. Juni 2026