Energie und Energiewende

Energiewende, erneuerbare Energien, Strommarkt und Energiepolitik in Deutschland. Hintergründe, Analysen und Praxiswissen zur Transformation des Energiesystems.

Dunkelflaute Batteriespeicher: Der Faktencheck | energiefahrer.de
Energie und Energiewende, Klimaschutz und Emissionen, Photovoltaik und Solar

Dunkelflaute Batteriespeicher: Der Faktencheck

Bei Dunkelflaute Batteriespeicher gilt: 82 bis 87 Prozent der Engpässe enden laut LCP Delta nach höchstens zehn Stunden (Auftragsstudie von Field). Das StromVKG verlangt für Langzeitkapazitäten zehn Stunden Einspeisung mit 80 Prozent der Leistung, Speicher müssen das spätestens nach drei Stunden wieder können. Ein 100-Megawatt-Speicher braucht dafür 800 Megawattstunden. Die EU-Kommission schätzt die Reserve auf 15,6 bis 35,2 Milliarden Euro, 2031 auf 1 bis 3 Milliarden. Der Gaspreis lag am 28. Oktober 2026 kurzzeitig über 100 Euro je Megawattstunde, die deutschen Gasspeicher bei 61,6 Prozent. Prüfen Sie Lastprofil, Speicher und Lastverschiebung im Einzelfall.

Atomstrom Kosten: Was Strom aus neuen AKW wirklich kostet | energiefahrer.de
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar, Strompreise und CO2

Atomstrom Kosten: Was Strom aus neuen AKW wirklich kostet

Stromgestehungskosten Atomkraft Solar: Das Fraunhofer ISE nennt für neue Kernkraft in Deutschland 13,6 bis 49,0 Cent pro Kilowattstunde, ohne Endlagerung, und für Photovoltaik 4,1 bis 14,4 Cent. Avenir Suisse rechnet neue Kernkraft im Basisszenario mit 172 Franken pro Megawattstunde, große Solaranlagen nach Wertkorrektur mit etwa 160. Der Jahresmarktwert Solar lag 2025 in Deutschland bei 4,508 Cent pro Kilowattstunde. Beispielrechnung für 100 Kilometer bei 20 Kilowattstunden: Eigenstrom bei 10 Cent kostet 2,00 Euro, Netzstrom bei 16,7 Cent 3,34 Euro, Diesel 10 bis 14 Euro. Der Antriebskostenvergleich rechnet eigene Werte.

EEG-Novelle 2027 Photovoltaik: Regeln und offene Punkte | energiefahrer.de
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EEG-Novelle 2027 Photovoltaik: Regeln und offene Punkte

Die EEG-Novelle 2027 Photovoltaik liegt als Regierungsentwurf vor (Drucksache 21/7867). Neue Anlagen verlieren die feste Einspeisevergütung. Die Übergangszahlung liegt bei 5,2 ct/kWh und gilt nur unter 50 kW für höchstens 36 Monate. Ab 25 kW gilt die Marktprämie bei Direktvermarktung, ab 100 kW zusätzlich der Refinanzierungsbeitrag. Neue Dachanlagen unter 100 kW speisen dauerhaft höchstens 50 Prozent ihrer Leistung ein. Im Modellfall mit 90 kWp, 90 kWh Speicher und 126.000 Euro Investition amortisiert sich die Anlage bei 30 ct/kWh in rund 8,6 Jahren, bei 25 ct/kWh in rund 10,3 Jahren. Betriebe klären zuerst das Verbrauchsprofil, fragen den Netzbetreiber nach Engpässen und halten im Vertrag EEG-Stand und Inbetriebnahmetermin fest.

Strommix Deutschland: Zahlen, StromVKG, Dunkelflaute | energiefahrer.de
Energie und Energiewende, Klimaschutz und Emissionen, Photovoltaik und Solar, Strompreise und CO2

Strommix Deutschland 2026: Zahlen, StromVKG, Dunkelflaute

Der Strommix Deutschland 2026 besteht im ersten Halbjahr zu 59,1 Prozent aus erneuerbaren Energien (Destatis). Windkraft liefert 29,4 Prozent, Kohle 21,4, Photovoltaik 17,8 und Erdgas 16,5 Prozent. Eigenstrom kostet rund 9 Cent je Kilowattstunde, Netzstrom 27 bis 37 Cent. Ein Haushalt spart bei 2.000 Kilowattstunden Eigenverbrauch rund 564 Euro im Jahr, ein Betrieb mit 30.000 Kilowattstunden rund 5.445 Euro. Das StromVKG verteuert den Strom nach Schätzungen um 0,3 bis 1,0 Cent je Kilowattstunde, frühestens ab 2031. Eine Dunkelflaute dauert mindestens 48 Stunden. Prüfen Sie Ihr Lastprofil, rechnen Sie mit dem PV-Kostenrechner und planen Sie Speicher und steuerbare Last zusammen.

Photovoltaik steuerfrei 2027: Das gilt für neue Anlagen
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Photovoltaik steuerfrei 2027: Das gilt für neue Anlagen

Photovoltaik steuerfrei 2027 gilt bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit, höchstens 100 kWp je Steuerpflichtigem. Die Umsatzsteuer beträgt für Lieferung und Installation 0 Prozent, bis 30 kWp ohne Einzelprüfung. Der EEG-Entwurf 21/7867 streicht die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen, soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten und sieht eine Übergangszahlung von höchstens 36 Monaten vor, rechnerisch 5,2 ct/kWh. Neue Solaranlagen auf Gebäuden unter 100 kW werden dauerhaft auf 50 Prozent der Leistung gekappt. Ein Betrieb mit 80 kWp speist dann höchstens 40 kW ein. Lastgang, Speicher, Vermarktung, Messtechnik und Steuer gehören vor die Dimensionierung. Der Bundestag hat den Entwurf noch nicht beschlossen.

Batteriespeicher stärken Eigenverbrauch im Unternehmen | energiefahrer.de
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Batteriespeicher stärken Eigenverbrauch im Unternehmen

Batteriespeicher erhöhen den Eigenverbrauch im Unternehmen, doch ob sie sich rechnen, entscheidet der Einzelfall. Fraunhofer ISE simulierte für 2025 zusätzliche Speicher mit 20 Gigawatt Leistung: Die Preisspreizung sank von 130 auf 53 Euro pro Megawattstunde, die Stunden mit negativen Preisen von 575 auf 271, der Marktwert von Solarstrom stieg von 45,08 auf 61,02 Euro pro Megawattstunde. Der EEG-Entwurf 2027 sieht für Neuanlagen das Ende der festen Einspeisevergütung vor. Beschlossen ist er nicht, die erste Lesung war am 24.09.2026. Der PV-Kostenrechner schätzt Investition, Ersparnis und Amortisation mit eigenen Zahlen.

MiSpeL Gewerbespeicher: Neue Regeln ab Oktober 2026 | energiefahrer.de
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MiSpeL Gewerbespeicher: Neue Regeln ab Oktober 2026

MiSpeL Gewerbespeicher: Nach der Festlegung der Bundesnetzagentur vom 1. Oktober 2026 dürfen Betriebe Speicher mit Netzstrom und Solarstrom laden und behalten die EEG-Förderung anteilig. Zwei Optionen stehen bereit. Die Abgrenzungsoption misst Viertelstundenwerte und saldiert je Kalendermonat. Die Pauschaloption gilt für Anlagen bis 30 kWp. Bei 10 kWp und 4 kWh Speicher liegt die Förderschwelle bei 500 kWh je kWp, die Saldierung beginnt bei 625 kWh je kWp. Ladepunkte gelten erstmals als Speicher. Bis Ende September 2027 müssen Netz- und Messstellenbetreiber zustimmen. Der Beitrag liefert vier Tabellen, ein Rechenbeispiel und fünf Prüfschritte.

PV-Planung Regulatorik: Wo Planungssoftware endet | energiefahrer.de
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PV-Planung Regulatorik: Wo Planungssoftware endet

PV-Planung Regulatorik umfasst fünf Prüfpunkte: Marktstammdatenregister, Direktvermarktung, Solarspitzengesetz, Netzanschluss und Steuer. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister erfolgt innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die Direktvermarktung gilt für Neuanlagen über 100 kWp. Smart Meter und Steuerbox sind ab 7 kWp nötig, sonst gilt ein Einspeiselimit von 60 Prozent. Klassische Planungssoftware deckt diese Punkte meist nicht ab. Der PVpilot ergänzt sie mit Dialog, Ampel und Merkliste. Der Einzelkauf kostet 199 Euro pro Jahr, ein Projekt lässt sich kostenlos testen. Planer klären offene Punkte vor dem Angebot.

Energieunabhängigkeit Unternehmen trotz TAFF-Roadmap
Energie und Energiewende, Fuhrpark und Flotte, Klimaschutz und Emissionen, Mobilität und Verkehr

Energieunabhängigkeit in Unternehmen trotz TAFF-Roadmap

Energieunabhängigkeit in Unternehmen beginnt im Betrieb, nicht im Kabinett. Die TAFF-Roadmap vom 23. September 2026 nennt laut dts keine neuen Maßnahmen. Parallel entfällt die 65-Prozent-Vorgabe beim Heizungstausch, und das Netzpaket erlaubt Netzbetreibern, Anschlüsse zu priorisieren. Betriebe planen deshalb Strom, Wärme und Mobilität als ein System. PV-Strom kostet in der Erzeugung rund 8 Cent pro Kilowattstunde, Gewerbenetzstrom rund 30 Cent. Mit Solarstrom sinken die Betriebskosten einer Wärmepumpe auf etwa 9 Cent, das Laden von E-Fahrzeugen auf etwa 8 Cent. Ein Projekt in Münster wuchs von 4 auf mehr als 30 E-Fahrer ohne höheren Netzanschluss. Erster Schritt: Lastprofil für Strom, Wärme und Fuhrpark erfassen und ohne Förderung durchrechnen.

Wärmepumpe und Photovoltaik im Altbau: die Rechnung
Energie und Energiewende, Mobilität und Verkehr, Photovoltaik und Solar

Wärmepumpe und Photovoltaik im Altbau: die Rechnung

Energiekosten im Altbau von 1865 sanken von rund 15.000 Euro auf etwa 1.000 Euro pro Jahr. Möglich machen das eine Wärmepumpe, eine Brauchwasser-Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage mit Speicher und zwei Elektroautos seit 2013. Der Trick: Solarüberschuss im Sommer wird aktiv vermarktet, das Guthaben deckt den Stromeinkauf im Winter. Nur das Laden auf langen Strecken bleibt als Restkosten übrig. Eine vierjährige Fraunhofer-ISE-Studie mit 77 Wärmepumpen in Gebäuden von 1826 bis 2001 bestätigt: Das Baujahr hat keinen Einfluss auf die Effizienz einer Wärmepumpe, Jahresarbeitszahlen von 2,6 bis 5,4 sind auch im Altbau erreichbar. Die Rechnung funktioniert privat wie gewerblich, PV-Kostenrechner, Heizkostenrechner und Antriebskostenvergleich auf energiefahrer.de liefern individuelle Zahlen für die eigene Situation.

Vorsicht: Anbieterbindung bei Photovoltaik-Komplettpaketen
Energie und Energiewende, Photovoltaik und Solar

Vorsicht: Anbieterbindung bei Photovoltaik-Komplettpaketen

Der E.ON-Bonus ab 2027 klingt nach Risikoschutz, deckt aber nur einen kleinen Teilbetrag des tatsächlichen Marktpreisrisikos aus der Direktvermarktung ab. Wer sich in ein geschlossenes Ökosystem aus Tarif, Energiemanagement und festen Installationspartnern bindet, tauscht Flexibilität gegen einen Bonus von bis zu 570 Euro jährlich bei 10 Kilowatt Peak. Der eigentliche Marktwert Solar schwankte 2026 zwischen unter 2 und rund 11 Cent pro Kilowattstunde, davon deckt der Bonus nur einen Bruchteil ab. Bei Anbieterbindung bei Photovoltaik-Komplettpaketen zählt daher vor allem eines: die Wechselkosten und die Hardware-Bindung prüfen, bevor unterschrieben wird. Für Unternehmen liegt der wirtschaftlich stärkere Hebel ohnehin beim Eigenverbrauch, nicht bei der Einspeisung, mit einer Differenz von rund 22 Cent pro Kilowattstunde zwischen Netzstrom und eigenem PV-Strom.

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