Vehicle-to-Grid: So verdient Ihr E-Auto Geld

Vehicle-to-Grid: So verdient Ihr E-Auto Geld

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von Harald M. Depta

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Vehicle-to-Grid ermöglicht es, Elektroautos bidirektional zu laden und Strom kontrolliert ins Netz zurückzuspeisen. BMW und E.ON zahlen 24 Cent pro angesteckter Stunde, gedeckelt auf 60 Euro pro Monat und 720 Euro pro Jahr. Pro Kilowattstunde Fahrstrom sinkt der effektive Preis auf etwa 15 Cent. Das reicht, um rechnerisch rund 14.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr nahezu kostenfrei abzudecken. Eine Flotte von zehn Fahrzeugen mit ähnlicher Nutzung erzielt potenziell Zusatzerlöse im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr. Die EnWG-Novelle von 2025 schafft Netzentgeltprivilegien für Speicher und bidirektionale Ladepunkte und beseitigt die doppelte Netzentgeltbelastung. Bidirektionales Laden wird damit ab 2026 rechtlich klar geregelt und wirtschaftlich attraktiv. Studien erwarten bis 2030 ein globales V2G-Marktvolumen von rund 19,5 Milliarden US-Dollar und jährliche Wachstumsraten über 27 Prozent. Europa hält dabei einen hohen Umsatzanteil.

Mit Vehicle-to-Grid Geld verdienen: Warum Ihr E-Auto jetzt zum Business Case wird

Vehicle-to-Grid (V2G) macht aus dem Elektroauto einen aktiven Teil des Energiesystems – und eine neue Erlösquelle für Fahrerinnen und Fahrer. Gerade für gewerbliche Flotten, Energieberater und technisch affine Privatkundschaft entsteht ein neues Spielfeld zwischen Mobilität, Strommarkt und Flexibilitätsdiensten. Dieser Beitrag zeigt, wie V2G funktioniert, welche Einnahmen realistisch sind, welche Rahmenbedingungen seit 2026 gelten – und warum sich der Einstieg für viele schon heute strategisch lohnt.

Was Vehicle-to-Grid im Kern bedeutet

Vehicle-to-Grid bezeichnet das bidirektionale Laden, bei dem das Elektroauto nicht nur Strom aufnimmt, sondern bei Bedarf kontrolliert wieder ins Stromnetz einspeist. Die Traktionsbatterie wird damit zu einem flexiblen Speicher, der Lastspitzen abfedert, Überschüsse aus Wind- und Solarstrom aufnimmt und so hilft, das Stromsystem zu stabilisieren.


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Im Alltag sieht das so aus: Das Fahrzeug lädt vorzugsweise dann, wenn viel erneuerbarer Strom verfügbar ist und die Preise niedrig sind, und stellt einen Teil seiner Kapazität in Zeiten hoher Nachfrage zur Verfügung. Für diese Bereitstellung von Flexibilität und gegebenenfalls für tatsächlich eingespeiste Kilowattstunden erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Vergütung.

Aktuelle Marktsituation: Vom Pilotprojekt zum Produkt

Bis vor Kurzem war V2G vor allem in Pilotprojekten der Automobilhersteller und Energiewirtschaft sichtbar. Seit 2025 und insbesondere ab 2026 vollzieht der Markt in Deutschland jedoch einen klaren Sprung Richtung kommerzieller Angebote.


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Mit BMW und E.ON startet 2026 der erste reguläre V2G-Tarif für Privatkundinnen und -kunden in Deutschland, der das stehende Fahrzeug systematisch als Speicher nutzt. Parallel positionieren sich Akteure wie Octopus Energy, The Mobility House und spezialisierte Aggregatoren mit eigenen Vehicle-to-Grid-Modellen im europäischen Markt. Studien erwarten, dass der globale V2G-Markt bis 2030 auf rund 19,5 Milliarden US-Dollar anwächst, mit Europa als besonders dynamischem Kernmarkt.


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Für Flottenbetreiber und Gewerbebetriebe ist entscheidend: V2G wandert aus der Innovationsabteilung in die reguläre Produktwelt. Wer heute seine Beschaffungsstrategie für E-Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur plant, sollte V2G-Fähigkeit als zentrales Kriterium mitdenken.

Einnahmen und Vergütungsmodelle: Wie viel Geld steckt in V2G?

Ein zentraler Anreiz von V2G sind direkte Erlöse für die Bereitstellung der Batterie und die Einspeisung von Strom. Das BMW/E.ON-Angebot in Deutschland vergütet 24 Cent für jede Stunde, in der das Fahrzeug bidirektional angeschlossen und verfügbar ist. Pro Monat sind so bis zu 60 Euro, also bis zu 720 Euro pro Jahr, möglich.


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Zusätzlich erhalten Kundinnen und Kunden in diesem Modell einen deutlichen Rabatt auf den geladenen Fahrstrom: Der Anbieter nennt einen Nachlass von 18 Cent pro Kilowattstunde, sodass sich ein effektiver Preis von etwa 15 Cent je Kilowattstunde ergibt. Damit lassen sich laut BMW bis zu rund 14.000 Kilometer Fahrleistung pro Jahr faktisch kostenfrei abdecken, sofern das Fahrzeug konsequent im Tarif genutzt wird.


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Neben solchen Verfügbarkeitsmodellen existieren weitere Vergütungsansätze:
Unternehmen bieten variable Tarife, bei denen jede eingespeiste Kilowattstunde nach Marktlage entlohnt wird, häufig in Verbindung mit dynamischen Börsenstrompreisen. Hinzu kommt die Teilnahme an Regelenergiemärkten, bei denen kurzfristig verfügbare Leistung zur Stabilisierung der Netze besonders gut bezahlt wird – ein Feld, das sich vor allem für größere Flotten lohnt.

Beispielrechnung: Was bedeutet das konkret für Sie?

Nehmen wir eine typische Nutzung eines E-Autos mit V2G-Tarif wie im BMW/E.ON-Modell. Angenommen, das Fahrzeug ist an 25 Tagen pro Monat jeweils 10 Stunden am heimischen Ladepunkt angeschlossen und für V2G freigegeben.

Das ergibt 250 Verfügbarkeitsstunden pro Monat. Bei 24 Cent Vergütung pro Stunde entspricht das 60 Euro monatlich – damit ist die aktuell genannte Obergrenze erreicht. Hochgerechnet auf das Jahr ergibt sich eine zusätzliche Erlösquelle von 720 Euro, ohne dass Sie aktiv Strom handeln oder Fahrverhalten radikal ändern müssen.


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Für Gewerbebetriebe mit mehreren E-Fahrzeugen vervielfacht sich dieses Potenzial: Eine Flotte von zehn Fahrzeugen mit ähnlichem Profil könnte so rein rechnerisch eine jährliche Zusatzeinnahme im mittleren vierstelligen Bereich generieren, zusätzlich zu günstigeren Energiekosten. Damit wird das E-Fahrzeug zu einem Baustein des eigenen Energiemanagements, nicht nur zu einem Kostenfaktor in der Mobilität.

Wirtschaftlichkeit: Mehr als nur eine Nebenprämie

Der wirtschaftliche Wert von V2G geht über die Stundenvergütung hinaus. Zum einen senken günstigere Ladetarife die Kilometerkosten deutlich und erhöhen so die Attraktivität von Elektrofahrzeugen im Flottenbetrieb und bei Vielfahrern. Zum anderen können Unternehmen ihre Lastprofile optimieren, Lastspitzen abflachen und so Netzentgelte oder Leistungspreise reduzieren.


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Langfristig unterstreichen Studien das systemische Potenzial: Wird ein signifikanter Anteil der E-Fahrzeuge bidirektional genutzt, sinkt der Investitionsbedarf in das europäische Energiesystem bis 2040 in Szenarien um mehr als 100 Milliarden Euro. Dieser gesamtwirtschaftliche Effekt ist der Grund, warum Regulierer und Netzbetreiber V2G zunehmend als strategische Flexibilitätsressource betrachten.

Für Sie als E-Auto-Nutzerin oder -Nutzer bedeutet das: Die individuelle Prämie ist ein spürbarer Bonus, der eigentliche Hebel liegt aber in den reduzierten Energiekosten und einer intelligenteren Nutzung von Infrastruktur, insbesondere im gewerblichen Kontext.

Technik und Speicherlösungen: Was Sie für V2G brauchen

Um Vehicle-to-Grid nutzen zu können, müssen Fahrzeug, Wallbox und Tarif zusammenspielen. Notwendig sind ein V2G-fähiges Elektroauto mit bidirektionaler Ladefähigkeit, eine kompatible bidirektionale Wallbox sowie eine Steuerungs- und Abrechnungssoftware, die die Einspeisung und Verfügbarkeit dokumentiert.

Parallel verlangt der Gesetzgeber eine präzise Messung der Energieströme: Die Fahrzeugladung wird über ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) erfasst, das Verbrauch, Einspeisung und zeitliche Zuordnung ermöglicht. Seit Anfang 2025 hat die Smart-Meter-Rollout-Quote in Deutschland deutlich angezogen, Ende des dritten Quartals waren bereits rund 16,4 Prozent der relevanten Haushalte ausgestattet – Tendenz steigend.


Bidirektionales Laden erklärt


Für Betriebe mit eigener Photovoltaikanlage wird es besonders spannend: Hier lässt sich die Kombination aus PV, stationärem Speicher und V2G-Fahrzeugen nutzen, um Eigenverbrauch zu maximieren, Regelenergie bereitzustellen und Lastmanagement zu betreiben. Das Elektroauto wird damit zu einem Baustein des gesamten Energiesystems vor Ort, nicht nur zu einem separaten Verbraucher.

Rechtliche Grundlagen seit 2026: EnWG-Novelle schafft Klarheit

Ein wesentlicher Hemmschuh für V2G in Deutschland waren bisher regulatorische Unsicherheiten und doppelte Netzentgelte. Mit der Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), die der Bundestag im November 2025 beschlossen hat, wurden zentrale Hürden beseitigt. Ab 2026 ist bidirektionales Laden rechtlich klar verankert und erstmals wirtschaftlich sinnvoll möglich.


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Die Novelle schafft insbesondere die bisherige Doppelbelastung bei Netzentgelten ab und erleichtert die Integration von V2G in bestehende Marktrollen. Damit erhalten Energieversorger, Aggregatoren und auch Flottenbetreiber eine deutlich belastbarere Grundlage, um standardisierte Produkte zu entwickeln und anzubieten. Für Sie als Anwenderin oder Anwender heißt das: Tarife werden transparenter, Kalkulationen verlässlicher und die Teilnahme an V2G-Modellen einfacher.

Eine kompakte Einordnung der rechtlichen Weichenstellungen rund um bidirektionales Laden und EnWG-Novelle bietet beispielsweise pv magazine.

Markt- und Zukunftstrends: Wohin sich V2G bis 2030 entwickelt

Die Zahl der batterieelektrischen Fahrzeuge steigt in Europa rasant. Studien gehen davon aus, dass bis 2030 fast 34 Millionen vollelektrische Fahrzeuge (BEV) auf europäischen Straßen unterwegs sind, bei jährlichen Zuwachsraten von rund 25 Prozent im BEV-Segment. Jedes einzelne dieser Fahrzeuge bringt mehrere Dutzend Kilowattstunden Speicher ins System ein – allein in Deutschland sind heute schon Speicherkapazitäten im Bereich von über 100 Gigawattstunden in Fahrzeugen verbaut.

Parallel wächst der globale Markt für V2G-Technologie stark: Schätzungen sehen den weltweiten Umsatz bei rund 5,75 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 und bei etwa 19,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030, was einer jährlichen Wachstumsrate von über 27 Prozent entspricht. Europa nimmt mit einem Umsatzanteil von gut 40 Prozent eine führende Rolle ein, getragen von ambitionierten Klimazielen, dynamischen Tarifsystemen und wachsender E-Mobilität.


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Für Gewerbebetriebe eröffnen sich dadurch neue Geschäftsmodelle, etwa Flotten als Flexibilitätsdienstleister für Netzbetreiber oder Energieversorger. Für private Nutzerinnen und Nutzer dürfte V2G zu einem Standard-Bestandteil moderner E-Mobility-Tarife werden, ähnlich wie heute Nachtstrom oder dynamische Strompreise.

Vertiefende Einblicke in Marktpotenziale und Systemnutzen von V2G für das Energiesystem liefert unter anderem ein Beitrag von Springer Professional.

Förderungen und praktische Einstiegstipps

Auch wenn es aktuell noch keine flächendeckend spezifischen Förderprogramme ausschließlich für V2G gibt, spielen bestehende Instrumente eine wichtige Rolle. Investitionen in bidirektionale Wallboxen, intelligente Messsysteme und Netzinfrastruktur können häufig über allgemeine Förderprogramme für Ladeinfrastruktur, Gebäudeeffizienz oder betriebliche Dekarbonisierung mitfinanziert werden.


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Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer lohnt sich ein Blick auf Programme für kombinierte Lösungen aus PV-Anlage, Speicher und Ladeinfrastruktur, die oft besonders attraktiv gestaltet sind. Gewerbliche Nutzer sollten prüfen, ob regionale oder branchenspezifische Programme existieren, die Investitionen in E-Flotten und Digitalisierung von Energiesystemen unterstützen. Eine kontinuierlich aktualisierte Übersicht zu regulatorischen Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen bietet etwa The Mobility House.

Praktisch sinnvoll ist es, bei Neuanschaffungen konsequent auf V2G-fähige Komponenten zu setzen, auch wenn man nicht sofort in ein Tarifmodell einsteigt. So bleiben Sie technologisch anschlussfähig, wenn sich in den nächsten Jahren neue, attraktivere Erlösmodelle etablieren.

Fazit: Jetzt strategisch in Vehicle-to-Grid einsteigen

Vehicle-to-Grid macht aus dem E-Auto mehr als ein Verkehrsmittel: Es wird zum aktiven Baustein der Energiewende und zum wirtschaftlichen Asset. Dank klarerer Regulierung, ersten marktreifen Tarifen und der dynamischen Entwicklung der E-Mobilität wächst V2G von der Vision zur realen Option für Privat- und Geschäftskunden.


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Für Sie bedeutet das: Wenn Sie heute in Elektrofahrzeuge, Ladeinfrastruktur oder Energiekonzepte investieren, sollten Sie V2G von Anfang an mitdenken – sei es zur Senkung Ihrer Betriebskosten, zur Erschließung neuer Erlösquellen oder zur Stärkung Ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Informieren Sie sich bei Ihrem Energieversorger oder spezialisierten Anbietern über V2G-Tarife, prüfen Sie die Kompatibilität Ihrer Fahrzeugflotte und planen Sie zukünftige Investitionen konsequent bidirektional. So verwandeln Sie Ihr E-Auto Schritt für Schritt vom Kostenfaktor zum aktiven Wertschöpfungsbaustein in einem erneuerbaren Energiesystem.

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FAQ zum Beitrag

Welche Rolle spielt V2G im Energiesystem der Zukunft?

V2G stellt flexible Speicherkapazität bereit, stabilisiert Netze, reduziert Investitionen in konventionelle Spitzenkraftwerke und unterstützt den hohen Anteil fluktuierender Erneuerbarer.

Ab welcher Flottengröße wird V2G für Unternehmen interessant?

Schon ab fünf bis zehn E-Fahrzeugen können sich strukturierte V2G-Modelle lohnen, insbesondere wenn feste Standzeiten und planbare Routen vorhanden sind.

Wie beeinflusst V2G die Batteriealterung von Elektrofahrzeugen?

Seriöse Anbieter begrenzen Entladetiefe und Zyklenzahl softwareseitig, damit sich zusätzlicher Verschleiß im Rahmen bleibt und durch Erlöse überkompensiert wird.

Wie lässt sich V2G mit Photovoltaik auf dem Firmendach kombinieren?

PV-Anlagen laden tagsüber die Fahrzeugbatterien, V2G speist bei Bedarf Strom zurück oder verschiebt Lasten; so steigt der Eigenverbrauchsanteil und die Stromautarkie.

Welche Daten benötigt ein Energieaggregator für V2G-Flotten?

Er braucht Informationen zu Ladezustand, geplanter Abfahrtszeit, maximaler Entladetiefe und verfügbarer Leistung, um Fahrplanung und Vermarktung zu integrieren.

Welche typischen Vertragsmodelle gibt es für gewerbliche V2G-Nutzer?

Üblich sind feste Verfügbarkeitsprämien pro Kilowatt oder Fahrzeug, variable Erlöse aus Regelenergie sowie Kombinationen mit dynamischen Stromtarifen.

Wie verändert V2G die Planung von Ladeinfrastruktur in Logistikdepots?

Planer berücksichtigen künftig nicht nur Ladeleistung, sondern auch Rückspeiseleistung, Netzanschlusskapazität, Steuerungstechnik und Messkonzepte.

Kann V2G Lastspitzen in Produktionsbetrieben reduzieren?

Ja, Fahrzeugbatterien können in Spitzenzeiten gezielt entladen werden, um Leistungsspitzen zu kappen und so leistungsabhängige Netzentgelte zu senken.

Welche Skills benötigen Energieberater, um V2G professionell zu integrieren?

Sie brauchen Kenntnisse in Strommarktdesign, Flexibilitätsvermarktung, Ladeinfrastrukturplanung und regulatorischen Anforderungen für Speicher und Messsysteme.

Wie unterscheidet sich V2G von Vehicle-to-Home (V2H)?

V2H versorgt primär das Gebäude des Nutzers, V2G speist ins öffentliche Netz ein und nimmt an Strom- oder Regelenergiemärkten teil.

Welche Sicherheitsaspekte müssen bei V2G beachtet werden?

Relevante Themen sind Netz- und IT-Sicherheit, manipulationssichere Zähler, sichere Kommunikationsprotokolle und zertifizierte Schnittstellen zum Fahrzeug.

Welche Branchen profitieren besonders früh von V2G?

Logistik, Lieferdienste, kommunale Flotten, Carsharing und Firmenfuhrparks mit planbaren Standzeiten und hoher E-Fahrzeugquote zählen zu den frühen Gewinnern.

Wie kann ein Unternehmen V2G in seine Nachhaltigkeitsberichterstattung integrieren?

V2G lässt sich als Beitrag zur CO₂-Reduktion, Netzstabilität und Effizienzsteigerung in CSRD- oder ESG-Reports mit Kennzahlen zu eingesparter Energie abbilden.

Welche Schritte führen von einem klassischen E-Fuhrpark zum V2G-Fuhrpark?

Zuerst erfolgt die Analyse von Standzeiten und Lastprofilen, dann die Auswahl V2G-fähiger Fahrzeuge und Wallboxen, gefolgt von Vertrag mit Aggregator und Monitoring.

Welche Rolle spielen dynamische Stromtarife in V2G-Konzepten?

Sie ermöglichen das Laden bei niedrigen Preisen und die Rückspeisung bei hohen Preisen, wodurch Marge und Wirtschaftlichkeit von V2G-Modellen steigen.

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