Vehicle-to-Grid ermöglicht es, Elektroautos bidirektional zu laden und Strom kontrolliert ins Netz zurückzuspeisen. BMW und E.ON zahlen 24 Cent pro angesteckter Stunde, gedeckelt auf 60 Euro pro Monat und 720 Euro pro Jahr. Pro Kilowattstunde Fahrstrom sinkt der effektive Preis auf etwa 15 Cent. Das reicht, um rechnerisch rund 14.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr nahezu kostenfrei abzudecken. Eine Flotte von zehn Fahrzeugen mit ähnlicher Nutzung erzielt potenziell Zusatzerlöse im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr. Die EnWG-Novelle von 2025 schafft Netzentgeltprivilegien für Speicher und bidirektionale Ladepunkte und beseitigt die doppelte Netzentgeltbelastung. Bidirektionales Laden wird damit ab 2026 rechtlich klar geregelt und wirtschaftlich attraktiv. Studien erwarten bis 2030 ein globales V2G-Marktvolumen von rund 19,5 Milliarden US-Dollar und jährliche Wachstumsraten über 27 Prozent. Europa hält dabei einen hohen Umsatzanteil.