Der Spritpreise Elektroauto Kostenvergleich fällt eindeutig aus, Strom ist deutlich günstiger als Benzin und Diesel. Ein Liter Super E10 kostete am 2. September 2026 im Bundesschnitt 2,183 Euro. Diesel lag bei 2,232 Euro, meldet der ADAC. Wer sein Elektrofahrzeug mit eigenem Solarstrom lädt, zahlt für dieselbe Strecke unter zwei Euro auf 100 Kilometer. Selbst am teuren öffentlichen Schnelllader bleibt er unter den Kosten von Benzin und Diesel. HIER können Sie kostenlos und ohne Anmeldung den Antriebskostenrechner nutzen.
Wie hoch ist das aktuelle Spritpreisniveau wirklich?
Das Preisniveau ist hoch, aber nicht allein durch den Iran-Krieg erklärbar. Die Referenzsorte Brent kostet aktuell rund 95 Dollar pro Barrel und blieb in der vergangenen Woche nahezu konstant. Trotzdem verteuerte sich Benzin im Wochenvergleich um 2,8 Cent, während Diesel um 1,6 Cent sank. Der ADAC selbst kritisiert das aktuelle Preisniveau. Die Kraftstoffpreise liegen in Deutschland nach wie vor zu hoch, unabhängig vom Ölpreis.
Das ist ein wichtiger Punkt für jeden, der jetzt nur auf den Krieg zeigt. Ein Teil des Preises ist strukturell, nicht importiert. 2026 könnte laut ADAC das teuerste Tankjahr überhaupt werden und damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022 übertreffen. Für Fuhrparkverantwortliche und Privatfahrer ändert diese Nachricht wenig an der eigentlichen Frage: Was kostet ein Kilometer tatsächlich, und welche Alternative gibt es.
Spritpreise Elektroauto Kostenvergleich: Was kostet ein Kilometer?
Ein Kilometer mit dem Elektroauto kostet je nach Ladeform zwischen einem Fünftel und der Hälfte dessen, was ein Verbrenner kostet. Die folgende Übersicht rechnet mit realistischen Verbrauchswerten, 7,5 Liter Benzin und 6,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer, sowie 20 Kilowattstunden für ein Elektrofahrzeug.
| Antrieb | Kosten pro 100 km |
|---|---|
| Benzin, 7,5 l zu 2,183 € | 16,37 € |
| Diesel, 6,5 l zu 2,232 € | 14,51 € |
| Elektro, Heimladen Netzstrom, 20 kWh zu 0,30 € | 6,00 € |
| Elektro, öffentlich mit Grundgebühr, 20 kWh zu 0,39 € | 7,80 € |
| Elektro, Schnelllader, 20 kWh zu 0,49 € | 9,80 € |
| Elektro, eigener PV-Strom, 20 kWh zu 0,09 € | 1,80 € |
Selbst im ungünstigsten Fall, ausschließlich Schnellladen zu 0,49 Euro pro Kilowattstunde, bleibt das Elektroauto günstiger als Diesel. Mit eigenem PV-Strom liegt der Unterschied bei Faktor acht bis neun gegenüber Benzin. Wer die eigenen Zahlen statt der Beispielwerte prüfen möchte, findet im kostenfreien Antriebskostenvergleich von energiefahrer.de eine individuelle Berechnung, ohne Anmeldung, inklusive Anschaffungskosten.
Bidirektionales Laden macht aus dem Kostenfaktor eine Einnahmequelle
Bidirektionales Laden dreht die Rechnung um, das Elektrofahrzeug wird selbst zur Einnahmequelle statt nur zum Verbraucher. Die VDE-AR-N 4105:2026-03 regelt seit März 2026 die technische Systemzertifizierung für bidirektionales Laden. Damit sind V2G, V2H und V2B in Deutschland regulatorisch und technisch einsatzbereit. Die EnWG-Novelle beseitigt zudem die frühere doppelte Netzentgeltbelastung, die Rückspeisung wirtschaftlich unattraktiv machte. Erste Praxisbeispiele zeigen das Potenzial. Bei einem Pilotprogramm von BMW und E.ON erhalten Fahrer 24 Cent pro angesteckter Stunde, gedeckelt auf 60 Euro im Monat.
Umgerechnet auf den Fahrstrom sinkt der effektive Preis auf rund 15 Cent pro Kilowattstunde. Das deckt bei typischer Nutzung rund 14.000 Kilometer Fahrleistung nahezu kostenfrei ab. Für einen Fuhrpark mit zehn vergleichbaren Fahrzeugen ergeben sich daraus Zusatzerlöse im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr. Für Fuhrparks liegt der größere wirtschaftliche Hebel jedoch meist nicht im direkten V2G-Erlös, sondern in der Lastspitzenreduktion am eigenen Standort. AC-seitige BiDi-Lösungen sind für Flotten wegen geringerer Infrastrukturkosten in der Regel vorzuziehen. Wichtig für die Beschaffung: BiDi-Ready ist nicht dasselbe wie zertifizierte BiDi-Fähigkeit, hier lohnt eine schriftliche Herstellerbestätigung vor dem Kauf.
Selbst handeln: Spritpreise Elektroauto Kostenvergleich als Entscheidungsbasis
Wer auf staatliche Entlastung wartet, verliert Zeit, die er für die eigene Kostenoptimierung nutzen könnte. Die aktuelle Spritkrise ist nicht die erste und wird nicht die letzte sein, das Risiko volatiler Ölpreise bleibt strukturell bestehen. Deshalb lohnt sich der Blick auf konkrete Stellschrauben, statt auf den nächsten Preistreiber zu warten. Fünf Ansatzpunkte für Fuhrparkverantwortliche und Unternehmen:
| Maßnahme | Effekt |
|---|---|
| Eigene PV-Anlage für Betriebsstandort | Ladekosten sinken auf 7 bis 10 Cent je kWh |
| Lademanagement statt ungesteuertes Laden | Eigenverbrauch steigt von 30-40 auf 60-80 Prozent |
| BiDi-Ready-Infrastruktur von Anfang an einplanen | Nachrüstung vermeiden, spätere Zusatzerlöse sichern |
| Ladetarife mit und ohne Grundgebühr vergleichen | Grundgebühr lohnt erst ab hoher öffentlicher Ladeleistung |
| Antriebskosten mit eigenen Zahlen durchrechnen | Belastbare Entscheidungsgrundlage statt Pauschalwerte |
Wer eine gewerbliche Ladeinfrastruktur mit PV-Integration plant, verbindet mehrere dieser Punkte automatisch. Lastmanagement, Eigenverbrauch und BiDi-Fähigkeit fließen von Beginn an in die Planung ein. Das spart die teure Nachrüstung später.
Fazit, wer jetzt rechnet, ist im Vorteil
Hohe Spritpreise sind ärgerlich, aber kein Grund zum Abwarten. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Elektromobilität bei den Energiekosten in jedem realistischen Ladeszenario günstiger fährt als Benzin oder Diesel. Bidirektionales Laden erweitert diesen Vorteil um eine zusätzliche Erlösdimension. Voraussetzung ist eine von Anfang an richtig geplante Infrastruktur. Statt auf politische Entlastung zu warten, lohnt sich der Griff zum eigenen Taschenrechner, oder zum kostenfreien Antriebskostenvergleich.
Das Problem ist selten fehlendes Interesse an Elektromobilität, sondern fehlende Klarheit über die eigenen Zahlen und die passende Ladeinfrastruktur. Wer Fuhrpark, Ladepunkte und Photovoltaik als Gesamtsystem plant, senkt die Energiekosten dauerhaft und sichert sich zusätzlich Erlöspotenzial aus bidirektionalem Laden. Eine markenunabhängige Analyse der eigenen gewerblichen Ladeinfrastruktur zeigt den größten Hebel. Die passende Photovoltaik-Anbindung gehört dazu.
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Gewerbliche Ladeinfrastruktur: AC, DC und Kosten
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Häufige Fragen zu Spritpreisen und Elektroauto-Kosten
Was kostet ein Kilometer mit dem Elektroauto im Vergleich zu Benzin und Diesel?
Mit Netzstrom kostet ein Elektroauto rund 6 Euro pro 100 Kilometer, mit eigenem PV-Strom unter 2 Euro. Benzin kostet bei 7,5 Litern Verbrauch rund 16,37 Euro, Diesel bei 6,5 Litern rund 14,51 Euro pro 100 Kilometer.
Wie hoch sind die aktuellen Spritpreise für Benzin und Diesel?
Am 2. September 2026 kostete Super E10 im Bundesschnitt 2,183 Euro pro Liter, Diesel 2,232 Euro, meldet der ADAC. Im Wochenvergleich stieg Benzin um 2,8 Cent, Diesel sank um 1,6 Cent.
Wie viel spart ein Elektroauto mit eigenem PV-Strom gegenüber einem Verbrenner?
Bei 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer und Stromgestehungskosten von 9 Cent liegen die Kosten bei 1,80 Euro. Gegenüber Benzin entspricht das einer Ersparnis von rund Faktor acht bis neun.
Was kostet öffentliches Laden im Vergleich zum Heimladen?
Öffentliches Laden mit Grundgebühr kostet rund 0,39 Euro pro Kilowattstunde, Schnellladen rund 0,49 Euro. Heimladen mit Netzstrom liegt bei etwa 0,30 Euro, eigener PV-Strom bei 0,09 Euro.
Was ist bidirektionales Laden und wie funktioniert es?
Bidirektionales Laden ermöglicht es, Strom aus der Fahrzeugbatterie zurück ins Hausnetz, Gebäude oder öffentliche Netz zu speisen. Man unterscheidet Vehicle-to-Home, Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid.
Welche rechtliche Grundlage regelt bidirektionales Laden in Deutschland seit 2026?
Die VDE-AR-N 4105:2026-03 regelt seit März 2026 die technische Systemzertifizierung. Die EnWG-Novelle beseitigt zusätzlich die frühere doppelte Netzentgeltbelastung bei der Rückspeisung.
Wie viel kann ein Fahrzeug durch Rückspeisung ins Netz verdienen?
In einem Pilotprogramm von BMW und E.ON erhalten Fahrer 24 Cent pro angesteckter Stunde, gedeckelt auf 60 Euro monatlich. Das deckt bei typischer Nutzung rund 14.000 Kilometer Fahrleistung jährlich nahezu kostenfrei ab.
Was bedeutet BiDi-Ready im Unterschied zu zertifizierter BiDi-Fähigkeit?
BiDi-Ready beschreibt technische Vorbereitung, nicht garantierte Netzzulassung. Zertifizierte BiDi-Fähigkeit erfordert eine schriftliche Herstellerbestätigung, bevor eine Rückspeisung ins Netz erfolgen darf.
Lohnt sich eine eigene Ladeinfrastruktur mit Photovoltaik für Fuhrparks?
Ja. Eigener PV-Strom senkt die Ladekosten auf 7 bis 10 Cent je Kilowattstunde. Kombiniert mit Lastmanagement steigt der Eigenverbrauch von 30 bis 40 auf 60 bis 80 Prozent.
Warum liegen die Spritpreise in Deutschland laut ADAC strukturell zu hoch?
Der ADAC kritisiert, dass das Preisniveau nicht allein durch den Ölpreis erklärbar ist. Trotz nahezu konstantem Brent-Preis stiegen die Benzinpreise zuletzt weiter, unabhängig vom Rohölmarkt.
Wo kann ich meine eigenen Antriebskosten kostenlos berechnen?
Der Antriebskostenvergleich von energiefahrer.de vergleicht Elektro, Diesel, Benzin, Plug-in Hybrid und Wasserstoff kostenfrei und ohne Anmeldung, inklusive optionaler Anschaffungskosten.
Wird 2026 das teuerste Tankjahr aller Zeiten?
Laut ADAC zeichnet sich ab, dass 2026 den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022 übertreffen könnte. Es handelt sich dabei um einen nominellen, nicht inflationsbereinigten Rekord.



