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Heizkostenrechner: Öl, Gas, Wärmepumpe, Pellets und Fernwärme im Vergleich

Vergleichen Sie alle fünf gängigen Heizsysteme mit Ihren eigenen Zahlen. Was kostet Ihre Heizung wirklich – transparent, unabhängig, ohne Anmeldung, auch mit eigenem Solarstrom.

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Individuell & transparent

Keine Pauschalen. Sie geben Ihre eigenen Werte ein – der Rechner liefert Ihr persönliches Ergebnis.

Alle Heizsysteme im Vergleich

Öl, Gas, Wärmepumpe, Pellets, Fernwärme – direkt vergleichbar nach Jahreskosten und Amortisation.

Fundiert & praxisnah

Entwickelt von einem unabhängigen Experten mit über 12 Jahren Erfahrung in Energie und Gebäudetechnik.

Welches Heizsystem ist für Sie am günstigsten?

Sie möchten wissen, ob sich der Wechsel von Öl oder Gas zur Wärmepumpe, zu Pellets oder Fernwärme für Ihr Gebäude lohnt? Unser kostenfreier Heizkostenrechner gibt Ihnen die Antwort – individuell, transparent und auf Basis Ihrer eigenen Zahlen.

Geben Sie einfach Ihre Gebäudefläche, Ihren Heizwärmebedarf sowie die aktuellen Energiepreise ein. Vergleichen Sie sofort, was Öl, Gas, Wärmepumpe, Pellets und Fernwärme bei Ihnen tatsächlich kosten – inklusive CO₂-Abgabe, Warmwasser und Amortisation.

Warum sich der Umstieg jetzt besonders lohnt, zeigt unser Beitrag CO₂-Preis 2027: Warum der Umstieg sich jetzt lohnt. Im Magazin erklären wir außerdem, warum die Wärmepumpe im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) den Biomethan-Pfad schlägt.

energiefahrer
Aktuell günstigstes System – · – €/Jahr
Ergebnis
Gebäude
Grunddaten zu Ihrem Gebäude. Alle Werte anpassbar.
Um welche Art von Gebäude geht es?
🏠Privatgebäude
🏢Gewerbe / B2B
Gebäudedaten
150 m²
130 kWh/m²·a
Richtwerte: Neubau KfW 40 ≈ 40, Neubau Standard ≈ 60–80, Altbau saniert ≈ 80–120, Altbau unsaniert ≈ 130–200, Gewerbe-Halle ≈ 100–180 kWh/m²·a
Personen / Mitarbeiter
3
Relevant für Warmwasserberechnung. Richtwert: ~50 L/Person/Tag, ca. 1.200 kWh/Person/Jahr.
Heizung & Preise
Tippen zum Aktivieren. Wählen Sie die Systeme für den Vergleich.
💧Öl
🔥Gas
Wärmepumpe
🪵Pellets
🏙️Fernwärme
Ölheizung
1,00 €/L
88 %
0 %
12.000 €
Gasheizung
10,0 ct
95 %
0 %
65 €/t
10.000 €
Wärmepumpe
3,5
30 ct
20.000 €
Richtwert Luft/Wasser inkl. Installation: 15.000–25.000 € (privat), 25.000–60.000 € (Gewerbe). BEG-Förderung: bis zu 80 % möglich (gedeckelt auf 28.000 € förderfähige Kosten, Stand 2026).
Pelletsheizung
320 €/t
90 %
25 g/kWh
16.000 €
Pellets gelten als Biomasse und sind aktuell nicht ETS-2-pflichtig — der CO₂-Wert ist rein informativ und fließt nicht in die Betriebskosten ein.
Fernwärme
14,0 ct
300 €/Jahr
97 %
0,20 kg/kWh
6.000 €
Der CO₂-Faktor variiert stark je Fernwärmenetz — bitte beim örtlichen Versorger erfragen. Wert hier informativ, ohne Kostenwirkung.
CO₂-Kosten Öl & Gas (ETS-2 ab 2028)
65 €/t
ETS-2 wirkt ab 2028 auf Gebäude und Verkehr. Prognose 2030+: 100–150 €/t.
Warmwasser
Warmwasser macht ca. 15–25 % des Energiebedarfs aus.
Warmwasserbedarf
1.200 kWh/a
Richtwert: ~1.200–1.500 kWh/Person/Jahr.
Warmwassererzeugung — System wählen
Günstigstes System
Ranking nach Jahreskosten
☀️ PV + Wärmepumpe: Ihr Vorteil
WP mit Netzstrom
WP mit PV-Strom
🔋Batteriespeicher als Ergänzung: Ein Speicher erhöht den nutzbaren Solaranteil für die Wärmepumpe morgens und abends — der Netzstrombezug sinkt weiter, die Ersparnis oben steigt.
⚡ Dynamischer Stromtarif
Ersparnis Wärmepumpe
Warmwasser-Ergebnis
ℹ️ Hinweise zur Berechnung
▶ einblenden
Welche Heizung passt zu Ihrem Gebäude?
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Was sagen die Ergebnisse? So lesen Sie den Vergleich richtig.

Der Rechner zeigt Ihnen die jährlichen Heizkosten und die effektiven Kosten pro Kilowattstunde – aufgeschlüsselt nach Heizsystem.

Wärmepumpen mit hoher Jahresarbeitszahl (JAZ) und eigenem Solarstrom erzielen dabei regelmäßig die günstigsten Werte. Wer dagegen weiterhin mit Öl oder Gas heizt, zahlt spürbar mehr. Außerdem wächst dieser Abstand durch die steigende CO₂-Abgabe (ETS 2) strukturell weiter.

Pellets und Fernwärme liegen meist dazwischen, denn hier hängt der Preis stark vom lokalen Anbieter und Netz ab. Insgesamt kann die Spanne zwischen günstigstem und teuerstem System bei gleicher Gebäudefläche mehrere Tausend Euro pro Jahr betragen – hinzu kommen Anschaffung, Wartung und Förderung.

Realistisch bleiben

Heizkosten sind nur ein Teil der Gleichung

Dieser Rechner bildet die Energiekosten Ihrer Heizung ab – also die laufenden Kosten für Öl, Gas, Strom, Pellets oder Fernwärme. Anschaffungspreis, Wartungsaufwand, individuelle Bausubstanz und staatliche Förderung sind bewusst ausgeblendet. So bleibt der Vergleich klar und aussagekräftig.

Für eine vollständige Wirtschaftlichkeitsberechnung empfehlen wir daher ein persönliches Beratungsgespräch – vor allem bei Sanierung, Neubau oder gewerblichen Gebäuden.

☀️ PV-Strom für die Wärmepumpe

Wer Solarstrom selbst produziert, heizt am günstigsten. Mit rund 9 ct/kWh statt 22–30 ct aus dem Netz sinken die Betriebskosten deutlich.

⚡ Wärmepumpe smart betreiben

Ein WP-Sondertarif oder dynamischer Stromtarif senkt die Heizkosten automatisch – ganz ohne Komfortverlust für Sie.

📊 Gebäudeprofil kennen und nutzen

Altbau, saniert oder Neubau – je nach Heizwärmebedarf verändert sich das optimale System erheblich. Der Rechner zeigt die Realität für Ihr Gebäude.

🔥 Hybridheizung gezielt einsetzen

Eine Kombination aus Wärmepumpe und bestehender Gasheizung kann sich lohnen: Die WP deckt den Großteil, die Gastherme springt nur an sehr kalten Tagen ein.

🏢 Gewerbe: CO₂-Kosten einrechnen

Der CO₂-Preis steigt durch ETS 2 deutlich. Wer jetzt auf Wärmepumpe umstellt, sichert sich langfristig günstigere Betriebskosten.

🔋 Batteriespeicher als Ergänzung

Ein Stromspeicher kombiniert mit PV maximiert den Eigenverbrauch – und damit dauerhaft günstigeren Strom für die Heizung.

Sie kennen jetzt Ihre Heizkosten – wir kennen den nächsten Schritt.

Wärmepumpe, eigene PV-Anlage oder beides kombiniert – in einem kostenfreien Online-Termin schauen wir auf Ihr gesamtes Energiebild und entwickeln mit Ihnen einen konkreten Fahrplan.

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Häufige Fragen zur Heizkostenentscheidung

Fundierte Antworten für Eigentümer, Vermieter und Betriebsleiter – aus der Beratungspraxis.

Wann lohnt sich der Wechsel von Öl oder Gas zur Wärmepumpe wirklich?

Der Wechsel lohnt sich wirtschaftlich, wenn die laufende Ersparnis der Wärmepumpe die Mehrinvestition gegenüber einer neuen Öl- oder Gasheizung innerhalb von rund 8 bis 12 Jahren ausgleicht. Drei Faktoren entscheiden: die Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Anlage, der Strompreis für die Wärmepumpe und der Dämmstandard Ihres Gebäudes.

Zusätzlich verschärft sich der Kostenvorteil strukturell: Ab 2028 verteuert der europäische Emissionshandel ETS-2 Öl und Gas weiter, während der Strommix jedes Jahr sauberer wird. Mit BEG-Förderung von aktuell bis zu 80 % verkürzt sich die Amortisationszeit oft deutlich. Die individuelle Rechnung für Ihr Gebäude liefert der Rechner oben.

Was bedeutet die Jahresarbeitszahl (JAZ) – und warum ist sie der wichtigste Faktor?

Die JAZ gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe im Jahresdurchschnitt aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Bei einer JAZ von 3,5 werden aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme – der Rest kommt kostenlos aus der Umwelt (Luft, Erdreich oder Grundwasser).

Je höher die JAZ, desto niedriger die effektiven Heizkosten pro Kilowattstunde. Luft/Wasser-Wärmepumpen erreichen typisch JAZ 3,0–4,5, Sole/Wasser-Anlagen 4,0–5,5, Wasser/Wasser-Anlagen bis 6,0. Eine schlecht gedämmte Bestandsimmobilie mit hohen Vorlauftemperaturen senkt die JAZ spürbar – die Gebädedämmung ist deshalb kein Nebenthema, sondern direkt kostenrelevant.

Wie stark beeinflusst der CO₂-Preis die Heizkosten bei Öl und Gas?

Der nationale CO₂-Preis liegt 2026 bei 55–65 €/t und wird über die CO₂-Abgabe direkt auf Heizöl und Erdgas aufgeschlagen. Bei einem Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch entspricht das bereits 200–260 € Mehrkosten pro Jahr.

Ab 2028 greift zusätzlich der europäische Emissionshandel ETS-2 mit marktbasierter Preisbildung – Prognosen für 2030 reichen von 80 bis über 150 €/t. Diese Entwicklung ist strukturell und politisch beschlossen, nicht spekulativ: Wer heute mit Öl oder Gas heizt, kalkuliert mit einer Kostenkomponente, die in den kommenden Jahren planmäßig steigt. Mehr dazu in unserem Beitrag CO₂-Preis 2027: Warum der Umstieg sich jetzt lohnt.

Weitere Fragen anzeigen

Welche Förderungen gibt es für eine neue Wärmepumpe – und wie hoch sind sie konkret?

Die BEG-Förderung (Bundesförderung effiziente Gebäude) ermöglicht seit Juli 2026 bis zu 80 % der förderfähigen Investitionskosten, gedeckelt auf 28.000 € – macht maximal 22.400 € Zuschuss. Zusammensetzung: 30 % Grundförderung plus Boni, gestaffelt nach Einkommen und Geschwindigkeit des Heizungstauschs.

Die genaue Förderhöhe hängt von individuellen Voraussetzungen ab und ändert sich regelmäßig. Der Rechner oben kalkuliert bewusst ohne Förderung, damit Sie die reinen Systemkosten vergleichen können – die tatsächliche Förderfähigkeit klären Sie am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch oder direkt bei der KfW.

Lohnt sich eine Gasheizung heute noch als Neuinvestition?

Rechtlich ja: Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das die bisherige 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien seit Juli 2026 ersetzt hat, dürfen Gas- und Ölheizungen weiterhin neu eingebaut werden. Wirtschaftlich sieht die Rechnung langfristig anders aus.

Ab 2029 greift die sogenannte Bio-Treppe: Neue Gasheizungen müssen dann schrittweise mit teurerem Biomethan betrieben werden, gleichzeitig steigt der CO₂-Preis durch ETS-2 strukturell weiter. Wer heute eine Gasheizung mit 15–20 Jahren Nutzungsdauer einbaut, kalkuliert damit einen Großteil der Betriebszeit mit absehbar steigenden Kosten.

Was kostet eine neue Wärmepumpe – und was eine neue Gas- oder Ölheizung im Vergleich?

Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation kostet privat meist 15.000–25.000 €, im Gewerbe 25.000–60.000 €. Eine neue Gasheizung liegt bei 5.000–25.000 €, eine neue Ölheizung bei 5.000–30.000 € – jeweils stark abhängig von Leistung und baulichen Gegebenheiten.

Die höhere Anfangsinvestition der Wärmepumpe relativiert sich über die Nutzungsdauer durch niedrigere Betriebskosten und BEG-Förderung. Den direkten Vergleich für Ihre eigenen Zahlen – inklusive Amortisationszeit – liefert der Rechner oben.

Wie verändert ein WP-Sondertarif die Wirtschaftlichkeit?

Netzbetreiber bieten für Wärmepumpen mit eigenem Zähler reduzierte Netzentgelte nach §14a EnWG an – der Sondertarif liegt meist bei 20–25 ct/kWh statt 28–35 ct/kWh im normalen Haushaltstarif. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Anlage bis zu zweimal täglich für maximal zwei Stunden drosseln.

Bei einem typischen Wärmepumpen-Stromverbrauch von 3.000–6.000 kWh/Jahr ergibt das mehrere hundert Euro Ersparnis jährlich. Voraussetzung ist meist ein separater Zähler bzw. Zählerschrank-Umbau – die Investition amortisiert sich in der Regel innerhalb weniger Jahre.

Wann lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für die Wärmepumpe?

Dynamische Tarife (z. B. Tibber, aWATTar) geben stündlich wechselnde Börsenstrompreise weiter. Eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher kann gezielt in günstigen Stunden laden – realistisch lassen sich damit 3–8 ct/kWh im Jahresmittel sparen.

Der Vorteil wächst mit der Steuerbarkeit: Wer die Wärmepumpe per Smart-Meter und Steuerbox automatisiert in Schwachlastzeiten laufen lässt, profitiert am meisten. Ohne Automatisierung bleibt ein Teil des Potenzials ungenutzt, da niemand manuell nach Börsenpreisen heizt.

Welche Rolle spielt die Gebädedämmung für die Wärmepumpen-Wirtschaftlichkeit?

Die Dämmung bestimmt zwei Dinge gleichzeitig: den absoluten Heizwärmebedarf in kWh und die nötige Vorlauftemperatur. Schlecht gedämmte Altbauten benötigen oft 55–70 °C Vorlauf, was die JAZ der Wärmepumpe deutlich senkt.

Gut gedämmte Gebäude mit Flächenheizung (Fußboden- oder Wandheizung) kommen mit 30–40 °C Vorlauf aus – die JAZ steigt entsprechend. Eine Teilsanierung (z. B. neue Fenster, Dachdämmung) vor dem Heizungstausch verbessert die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe oft mehr als jede Tarifoptimierung.

Wie funktioniert die Brauchwasser-Wärmepumpe – und wann lohnt sie sich?

Eine Brauchwasser-Wärmepumpe entzieht der Raum- oder Abluft Wärme und nutzt sie gezielt zur Warmwasserbereitung, unabhängig von der Heizungsanlage. Der COP (Leistungszahl) liegt meist bei 2,5–4,5.

Gegenüber einem klassischen Elektroboiler spart sie bis zu 65 % Strom. Bei Investitionskosten von rund 2.000–3.500 € amortisiert sie sich meist innerhalb weniger Jahre – besonders attraktiv in Kombination mit eigener PV-Anlage, da der Betrieb tagsüber mit Solarstrom günstig ist.

Was ist der Unterschied zwischen Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpe?

Luft/Wasser-Wärmepumpen entziehen der Außenluft Wärme, sind am günstigsten in der Anschaffung (15.000–25.000 €) und ohne Genehmigung installierbar, erreichen aber mit JAZ 3,0–4,5 die niedrigste Effizienz der drei Typen.

Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen Erdwärme über Erdkollektoren oder -sonden (JAZ 4,0–5,5, 20.000–35.000 €), Wasser/Wasser-Anlagen nutzen Grundwasser (JAZ 4,5–6,0, 25.000–40.000 €) und sind am effizientesten, aber genehmigungspflichtig und ortsabhängig verfügbar.

Kann die Wärmepumpe auch kühlen?

Ja, reversible Wärmepumpen können den Kreislauf umkehren und im Sommer aktiv oder passiv kühlen. Bei Flächenheizungen (Fußboden-/Wandheizung) funktioniert das meist über passive Kühlung, bei Gebläsekonvektoren auch aktiv mit stärkerer Kühlleistung.

Dieser Zusatznutzen ersetzt de facto eine separate Klimaanlage im Wert von 2.000–5.000 € – ein Vorteil, den Öl-, Gas-, Pellet- oder Fernwärmeheizungen nicht bieten. Im Amortisationsvergleich wird dieser Mehrwert meist nicht eingerechnet, verbessert die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe aber zusätzlich.

Wie wirkt sich Biogas oder Bioöl auf die CO₂-Bilanz aus – und ist das eine echte Alternative?

Biomethan und Bioöl reduzieren die CO₂-Bilanz einer bestehenden Gas- oder Ölheizung, sind aber aktuell nur begrenzt verfügbar: Biomethan deckt derzeit rund 1,6 % des deutschen Gasverbrauchs, mit Aufpreisen von 20–50 % gegenüber fossilem Erdgas bzw. Heizöl.

Ab 2029 schreibt die Bio-Treppe im GModG steigende Mindestanteile für neue Gas- und Ölheizungen vor – das macht diese Systeme langfristig teurer, ohne dass ausreichend günstiges Biomethan am Markt verfügbar wäre. Als vollständige Alternative zur Wärmepumpe taugt Biogas nach heutigem Stand nicht. Mehr dazu in unserem Beitrag GModG 2026: Wärmepumpe schlägt Biomethan-Pfad.

Was bedeutet das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) für meine Heizungsentscheidung?

Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) als Nachfolger des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die frühere 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch ist entfallen – Sie können wieder frei zwischen Wärmepumpe, Gas-, Öl-, Pellet- oder Fernwärmeheizung wählen.

Wirtschaftlich bleibt die Wärmepumpe in den meisten Fällen im Vorteil: Die neue Bio-Treppe verteuert Gas- und Ölheizungen ab 2029 schrittweise, während der CO₂-Preis durch ETS-2 zusätzlich steigt. Freie Wahl heißt also nicht automatisch gleiche Wirtschaftlichkeit.

Ab welcher Gebäudegröße oder Verbrauchsmenge lohnt sich eine professionelle Beratung vor der Entscheidung?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liefert der Rechner oben bereits eine solide erste Orientierung. Bei Mehrfamilienhäusern, gewerblichen Gebäuden oder komplexen Sanierungsfällen – etwa der Kombination aus Dämmung, PV und Heizungstausch – lohnt sich eine individuelle Beratung, weil Förderkombinationen und technische Auslegung stark vom Einzelfall abhängen.

Als Faustregel: Ab etwa 500 m² beheizter Fläche oder bei geplanter Kombination mehrerer Maßnahmen (Dämmung, PV, Wärmepumpe, Speicher) steigt der Nutzen einer persönlichen Beratung deutlich, weil hier die pauschalen Richtwerte des Rechners an ihre Grenzen stoßen.

Ihre Frage ist nicht dabei? Dann sprechen wir direkt. Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich.

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Harald M. Depta, energiefahrer.de

Harald M. Depta

DEKRA-Bildungspartner · Fachdozent Elektromobilität & Photovoltaik · Projektplaner

12+ Jahre Praxiserfahrung 250+ zertifizierte Absolventen

Der Heizkostenrechner entstand aus über 300 realen Projekten und 12 Jahren Praxis in Photovoltaik, Elektromobilität und Energieberatung — unabhängig, transparent und ohne Verkaufslogik.

Diese Seite wurde teilweise mit Unterstützung von KI-Tools erstellt sowie von Harald M. Depta fachlich geprüft und freigegeben. Keine Rechts- oder Steuerberatung durch energiefahrer.de.

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